Steuern, Gesellschaft

StÀdte- und Gemeindebund fordert mehr Pragmatismus von Regierung

14.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts des schwindenden Vertrauens der Bevölkerung in die Bundesregierung fordert der Deutsche StĂ€dte- und Gemeindebund von der schwarz-roten Koalition mehr Pragmatismus und eine bessere Kommunikation.Die BĂŒrger erwarteten, dass das Land handlungsfĂ€hig sei und sich die Dinge zum Besseren verĂ€ndern, sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer AndrĂ© Berghegger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Deutscher StÀdte- und Gemeindebund (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Deutscher StÀdte- und Gemeindebund (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dann seien sie auch bereit, vorĂŒbergehend Belastungen und EinschrĂ€nkungen zu akzeptieren. "Hier ist zunĂ€chst einmal eine deutlich bessere und klarere Kommunikation der Bundespolitik notwendig."

Berghegger appellierte an die Bundespolitik, "mehr Pragmatismus" an den Tag zu legen. Dazu sei es zwingend notwendig, das "politische Klein-Klein" zu beenden und aus der demokratischen Mitte heraus an den Dingen zu arbeiten, die die Menschen bewegten. "Weitere Auseinandersetzungen um Detailfragen werden den Herausforderungen nicht gerecht und stÀrken die undemokratischen KrÀfte in unserem Land."

Als eines von mehreren Themen mĂŒsse ein Schwerpunkt fĂŒr die Bundesregierung auf der Konsolidierung der Staatsfinanzen liegen, um Investitionen in die Zukunft des Landes zu ermöglichen. Das Beharren auf etablierten Positionen werde das Land nicht nach vorne bringen. "Auf dieses Ziel mĂŒssen sich alle demokratischen Parteien gemeinsam verpflichten und dazu auch bereit sein, bisherige Forderungen zurĂŒckzustellen", sagte Berghegger. "Die Menschen haben kein VerstĂ€ndnis mehr fĂŒr Streit, denn in der Konsequenz schwinden die Möglichkeiten, unser Land zum Guten zu verĂ€ndern. Wenn aber keine SpielrĂ€ume fĂŒr politisches Handeln mehr vorhanden sind, erschĂŒttert das unser demokratisches Fundament."

Zu einer Konsolidierung der Finanzen zĂ€hle auch, dass die Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zwingend eingehalten und bis zur Sommerpause umgesetzt werden mĂŒssten. Dazu gehörten unter anderem die Aussagen der Koalition zur ZukunftsfĂ€higkeit der sozialen Sicherungssysteme und zur Entlastung der Kommunen nach dem Prinzip "Wer bestellt, bezahlt". "Wenn in den StĂ€dten und Gemeinden die finanziellen Mittel fehlen, die Infrastruktur verfĂ€llt und die GestaltungsspielrĂ€ume fehlen, erschĂŒttert dies den Glauben an die Lösungskompetenz des Staates insgesamt", sagte Berghegger.

Die Politik mĂŒsse sich zudem auf die Sicherheit im Inneren und nach außen konzentrieren. "Wenn es nicht gelingt, die VerteidigungsfĂ€higkeit des Landes zu stĂ€rken und die KriminalitĂ€t wirksam zu bekĂ€mpfen, werden alle BemĂŒhungen um die StabilitĂ€t Deutschlands ins Leere laufen", sagte Berghegger. Als weiteren Schwerpunkt des Regierungshandelns mĂŒsse die StĂ€rkung des Vertrauens der Menschen in den Staat und die Demokratie bilden. "Die Bundesregierung sollte sich ein Beispiel an der Kommunalpolitik nehmen, wo es weniger um politische Auseinandersetzungen unter den demokratischen Parteien, sondern um lösungsorientiertes Handeln zum Wohle der Menschen geht." Diesen Einsatz fĂŒr das Zusammenleben vor Ort wĂŒssten die BĂŒrger zu schĂ€tzen, so Berghegger.

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