GewalttÀtige, Proteste

GewalttÀtige Proteste: Emmerich drÀngt auf schÀrferes Waffenrecht

16.02.2024 - 18:46:10

Angesichts gewalttĂ€tiger Proteste und dem Erstarken der rechtsextremen Szene drĂ€ngen die GrĂŒnen auf strengere Waffengesetze.

"Wir mĂŒssen das Waffenrecht in Deutschland dringend verschĂ€rfen und endlich dafĂŒr sorgen, dass Verfassungsfeinde keine Waffen in ihrem Besitz haben", sagte Marcel Emmerich, GrĂŒnen-Obmann im Innenausschuss, der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Die GrĂŒnen fordern nach monatelangem Streit ein Ende der Blockade durch den eigenen Koalitionspartner. "Ich hoffe sehr, dass sich das endlich auch bei der FDP durchsetzt", mahnte Emmerich.

"Sie spielt beim Waffenrecht ein gefĂ€hrliches Spiel auf Zeit. Eine weitere Blockade kann zur Gefahr fĂŒr die öffentliche Sicherheit werden." Die Lage beim Waffenrecht ist in der Ampel-Koalition seit Monaten verfahren. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will es novellieren und hat dafĂŒr bereits vor einem Jahr einen Entwurf ihres Ministeriums vorgelegt. Der Vorstoß, den auch der Verfassungsschutz und das BKA befĂŒrworten, soll helfen, Extremisten leichter zu entwaffnen und Behörden besser zu vernetzen. Faeser will darĂŒber hinaus kriegswaffenĂ€hnliche, halbautomatische Waffen, die immer wieder auch fĂŒr Amoktaten genutzt werden, in Privatbesitz ganz verbieten. Die FDP-Fraktion will aber zuerst eine aussagekrĂ€ftigere Evaluierung bestehender Gesetze abwarten. Die GrĂŒnen mahnen weiterreichende Änderungen an. Keine Chance auf Waffenbesitz haben bislang nur solche Verfassungsfeinde, die in den vergangenen zehn Jahren wegen eines Verbrechens zu einer Haftstrafe von einem Jahr oder mehr verurteilt wurden. Alle anderen könnten weiter versuchen, ĂŒber Ausnahmeregelungen an Waffen zu kommen. Dieses Schlupfloch wollen die GrĂŒnen schließen. Es brauche "eine absolute Versagung fĂŒr Personen mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen", sagte Emmerich. Eine solche Änderung fĂŒhre zu mehr Sicherheit und Rechtsklarheit und entlaste die Behörden.

@ dts-nachrichtenagentur.de