Scholz will mit Finnland bei Erneuerbaren enger zusammenarbeiten
14.07.2023 - 16:14:08"Ich wĂŒrde mich freuen, wenn wir unsere Energienetze, insbesondere fĂŒr Wasserstoff, in Zukunft noch stĂ€rker miteinander verbinden. Die baltische Region und die Ostsee könnten zu einem Wasserstoffkorridor werden", sagte Scholz bei der anschlieĂenden Pressekonferenz.
Orpo zeigte sich aufgeschlossen. "Wenn wir in Erneuerbare Energien investieren, kĂ€mpfen wir gleichzeitig gegen den Klimawandel, schaffen ArbeitsplĂ€tze, sorgen fĂŒr Wirtschaftswachstum und lösen uns von der russischen fossilen Energie", sagte er. Finnland sei ein guter Investitionsstandort mit viel technologischem Wissen, sauberer Natur und viel freiem Platz. Im Zentrum des GesprĂ€chs stand Scholz zufolge auch die Zukunft der EuropĂ€ischen Union. "Insbesondere haben wir uns darĂŒber ausgetauscht, wie sich die EuropĂ€ische Union auf den Beitritt weitere Staaten vorbereiten kann und auch muss. Denn wir wollen, dass die Westbalkanstaaten, die Ukraine, Moldau und perspektivisch auch Georgien ihren Weg in die EuropĂ€ische Union finden und unterstĂŒtzen sie dabei." DafĂŒr mĂŒssten die Entscheidungsprozesse der EU beschleunigt werden. "Deshalb werbe ich dafĂŒr, qualifizierte Mehrheitsentscheidungen im Rat auszuweiten auf einige Bereiche, in den bisher nur Einstimmigkeit gilt." Den Nato-Beitritt von Finnland begrĂŒĂte er. "Die Mitgliedschaften von Finnland und auch bald Schweden stĂ€rken unser BĂŒndnis und erhöhen die Sicherheit von ganz Europa", sagte der Bundeskanzler. Orpo ergĂ€nzte, die Ostseeregion werde "sicherer als seit langer Zeit oder seit je sein". Orpo fĂŒhrt als MinisterprĂ€sident und Vorsitzender der konservativen Nationalen Sammlungspartei Finnlands eine Koalition mit ebenfalls konservativen Christdemokraten, den rechtspopulistischen Basisfinnen und den liberalen Schwedischen Volkspartei an. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt im April ist Finnland offizielles Mitglied der Nato geworden. Das Land hatte anlĂ€sslich des russischen Angriffs auf die Ukraine im FrĂŒhjahr des vergangenen Jahres die Aufnahme in die Nato beantragt, nachdem sie zuvor lange viel Wert auf ihre militĂ€rische NeutralitĂ€t gelegt hatten. FĂŒr Finnland spielt es dabei unter anderem auch eine Rolle, dass sich das Land eine rund 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt. Nachdem die TĂŒrkei ihre Blockade aufgegeben hat, soll nun auch Schweden der Nato beitreten. UrsprĂŒnglich wollten die beiden nordischen LĂ€nder zeitgleich Mitglied des VerteidigungsbĂŒndnisses werden.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


