Scholz wĂŒrdigt friedliche Revolution als gesamteuropĂ€ischen Sieg
09.11.2024 - 00:00:00"Mit ihrer Revolution vor 35 Jahren haben die friedlichen RevolutionĂ€re etwas ganz GroĂes erreicht: ein geeintes Europa - frei und demokratisch." Der Bundeskanzler erinnerte daran, dass schon im FrĂŒhjahr 1989 die Ungarn den Mut hatten, StacheldrĂ€hte durchzuschneiden und Grenzanlagen Richtung Westen abzubauen. "Unvergessen das `paneuropĂ€ische Picknick` bereits im Sommer 1989, als die Grenze nach Ăsterreich schon mal ein paar Stunden lang offen war." Hunderten von BĂŒrgern der DDR sei so die Flucht gelungen, erlĂ€uterte Scholz. "Wenn wir also dieses Wochenende in Berlin und in ganz Deutschland den Mauerfall feiern, dann feiern wir auch den Beitrag unserer mittel- und osteuropĂ€ischen Nachbarn dazu." Er verwies etwa auf die Gewerkschafter der Solidarnosc in Polen und die singenden RevolutionĂ€re in Estland, Lettland und Litauen. "Gerade jetzt, wo die weltpolitische Lage so herausfordernd ist - ob in der Ukraine oder im Nahen Osten, ob in Sachen Klimaschutz oder Wirtschaft - gerade jetzt mĂŒssen wir EuropĂ€er zusammenhalten", foderte der Kanzler. "Deshalb nutzen wir das Treffen der EuropĂ€ischen Politischen Gemeinschaft und der EU-Regierungschefs hier in Budapest, um diese Einheit zu festigen. Unsere gemeinsame Geschichte im Herbst 1989 zeigt uns doch, wie wir unsere Ziele erreichen: Indem wir zusammenstehen - fĂŒr Frieden und Freiheit, fĂŒr Sicherheit und Wohlstand, fĂŒr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie." Man könne sich glĂŒcklich schĂ€tzen, dass die EuropĂ€er diese Werte gemeinsam lebten. "Dass das nicht selbstverstĂ€ndlich ist, zeigt der Blick in unsere Geschichte - und in die Welt um uns herum", sagte der SPD-Politiker. "Deshalb ist die Botschaft der Freiheitsrevolution von 1989 heute aktueller denn je: Mut, Zuversicht und Zusammenhalt zahlen sich aus. Gegeneinander erreichen wir nichts, nur zusammen sind wir stark."


