Arbeitsgemeinschaft, Gesundheitshandwerke

Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke / Gesundheitshandwerke: ein unerlÀsslicher Teil der Gesundheitsversorgung

12.09.2024 - 15:39:04 | presseportal.de

Berlin - BĂŒrokratieabbau und die Bedeutung der Gesundheitshandwerke fĂŒr das deutsche Gesundheitssystem standen als Themen im Mittelpunkt des diesjĂ€hrigen Parlamentarischen Abends der Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke am Mittwoch, 11. September 2024, in Berlin. Vertreterinnen und Vertreter der Augenoptik, Hörakustik, OrthopĂ€dietechnik und Zahntechnik haben gemeinsam mit 60 Abgeordneten und Spezialisten aus der Gesundheits- und Sozialpolitik ĂŒber die zukĂŒnftigen Herausforderungen fĂŒr eine qualitĂ€tsorientierte Versorgung mit Hilfsmitteln und Zahnersatz in Deutschland diskutiert.

Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke / Gesundheitshandwerke: ein unerlÀsslicher Teil der Gesundheitsversorgung - Foto: ZDH - Zentralverband des Deutschen Handwerks / Fotograf Peter Lorenz, presseportal.de
Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke / Gesundheitshandwerke: ein unerlÀsslicher Teil der Gesundheitsversorgung - Foto: ZDH - Zentralverband des Deutschen Handwerks / Fotograf Peter Lorenz, presseportal.de

Jörg Dittrich, PrĂ€sident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), betonte zur Eröffnung der Veranstaltung in der Vertretung des Landes Hessen beim Bund, dass es aufgrund des demografischen Wandels, der zu erwartenden Zunahme von VersorgungsfĂ€llen sowie des FachkrĂ€ftemangels in der Ärzteschaft einer Neujustierung der Versorgungslandschaft bedĂŒrfe:

"Die Gesundheitshandwerke tragen mit ihren hochwertigen Produkten wesentlich dazu bei, die Folgekosten im Gesundheitssystem zu senken, auch wenn sie nur einen kleinen Teil der gesamten Leistungsausgaben ausmachen. Deshalb sollte das alleinige Recht der Ärzte, bestimmte Produkte zu verordnen, teilweise angepasst werden, um besser auf den Alltag in Zeiten des Ärztemangels zu reagieren. In Zukunft könnten die Gesundheitshandwerke eine grĂ¶ĂŸere Verantwortung ĂŒbernehmen und eigenstĂ€ndiger als bislang Hilfsmittel bereitstellen."

Der Parlamentarische StaatssekretÀr aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG), Prof. Dr. Edgar Franke MdB, ergÀnzte in seinem Redebeitrag:

"Um die adĂ€quate Versorgung der Gesundheitshandwerke auch zukĂŒnftig gewĂ€hrleisten zu können, mĂŒssen wir auch hier BĂŒrokratie reduzieren. Denn gerade die Produkte der Gesundheitshandwerke erhöhen die LebensqualitĂ€t und die Teilhabe der Bevölkerung am gesellschaftlichen Leben. Sie sind ein unerlĂ€sslicher und bedeutsamer Teil der Gesundheitsversorgung."

Kristine LĂŒtke MdB, Obfrau im Gesundheitsausschuss der FDP-Bundestagsfraktion, diskutierte danach mit den PrĂ€sidenten der Gesundheitshandwerke die speziellen Belange der verschiedenen Gewerke. Sie betonte dabei:

"Zu aufwĂ€ndige und bĂŒrokratische Verfahren treffen vor allem den Mittelstand - und damit auch ĂŒberproportional das Gesundheitshandwerk. Der Mittelstand ist aber das RĂŒckgrat unserer Wirtschaft. Er ist der Motor fĂŒr Wohlstand, Innovation und gute ArbeitsplĂ€tze. Statt immer neue HĂŒrden aufzubauen, mĂŒssen wir seine Innovationskraft stĂ€rken. Entscheidend ist jetzt, dass wir die BĂŒrokratie im Gesundheitswesen abbauen und zum Beispiel die Zulassungsverfahren fĂŒr Medizinprodukte und Hilfsmittel vereinfachen und beschleunigen. So können wir auch in Zukunft eine gute Versorgung sicherstellen."

Die Gesundheitshandwerke verdeutlichen ihre Eckpunkte fĂŒr eine zukĂŒnftige Gesundheitspolitik im Sinne von Patientinnen und Patienten wie auch der Betriebe in einem Positionspapier, das online abrufbar ist: https://ots.de/r0xVX6 .

Die Rolle der Gesundheitshandwerke im Gesundheitssystem

Augenoptiker, Hörakustiker, OrthopÀdieschuhtechniker, OrthopÀdietechniker und Zahntechniker versorgen die Bevölkerung mit individuell ausgewÀhlten und angepassten Medizinprodukten und Dienstleistungen. Sie zÀhlen zu den systemrelevanten Gesundheitsberufen. Deutschlandweit gibt es etwa 35.000 Betriebe der Gesundheitshandwerke, die als Arbeitgeber rund 200.000 Menschen beschÀftigen, davon sind knapp 20.000 Auszubildende.

Pressekontakt:

Michael Skwarciak, M.A. (biha), skwarciak@biha.de

Original-Content von: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/597833

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