Asylzahlen sinken im Oktober auf 5.707 NeuzugÀnge
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 07:57 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSOktoberwert und Jahresvergleich
- Im Oktober 2026 wurden 5.707 AsylerstantrÀge und NeuzugÀnge registriert.
- Im Oktober 2025 waren es 8.823 und im Oktober 2024 19.785 Personen.
- Der Wert fĂŒr Oktober liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit 2011.
- Alexander Dobrindt bezeichnete die Entwicklung als Trendwende.
Asylzahlen in Deutschland erreichen Oktober-Tief seit 2011
Die Zahl der im Rahmen des Asylverfahrens registrierten NeuzugÀnge ist in Deutschland im Oktober 2026 erneut deutlich gesunken. Nach aktuellen Daten des Bundesinnenministeriums wurden 5.707 AsylerstantrÀge und NeuzugÀnge registriert.
Deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber den Vorjahren
Im Oktober 2025 hatte die Zahl bei 8.823 Personen gelegen. GegenĂŒber dem Vorjahresmonat entspricht das einem RĂŒckgang von rund 40 Prozent.
Noch gröĂer ist der Abstand zum Oktober 2024: Damals wurden 19.785 NeuzugĂ€nge verzeichnet. Im Zweijahresvergleich sank die Zahl damit um knapp 70 Prozent.
Niedrigster Oktoberwert seit 2011
Der Oktoberwert 2026 ist zugleich der niedrigste fĂŒr diesen Monat seit dem Jahr 2011. Damals wurden 4.106 NeuzugĂ€nge registriert.
Die Angaben beziehen sich auf AsylerstantrÀge und NeuzugÀnge im Rahmen des Asylverfahrens. Die Entwicklung wird damit anhand der monatlich registrierten ZugÀnge ausgewiesen.
Dobrindt spricht von Trendwende
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bewertete den RĂŒckgang positiv und sprach von einer Trendwende.
Dobrindt sagte: âWir drĂ€ngen die illegale Migration erfolgreich zurĂŒck. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung dauerhaft zu sichern: Wir ordnen, steuern und kontrollieren illegale Migration konsequent und mit klarem Kurs - in Deutschland und gemeinsam mit unseren Partnern auf europĂ€ischer Ebene.â
Die im Oktober registrierten 5.707 AsylerstantrĂ€ge und NeuzugĂ€nge markieren innerhalb der vergangenen Jahre einen deutlichen RĂŒckgang. GegenĂŒber Oktober 2025 sank die Zahl um rund 40 Prozent, gegenĂŒber Oktober 2024 sogar um knapp 70 Prozent. Der Vergleich mit 2011 ordnet den Wert in eine lĂ€ngere Zeitreihe ein: FĂŒr einen Oktober wurde zuletzt vor 15 Jahren eine niedrigere Zahl registriert.
FĂŒr die Bewertung der Entwicklung ist zwischen einzelnen Monatswerten und einem dauerhaften Trend zu unterscheiden. Asylzahlen können durch saisonale Faktoren, Migrationsbewegungen an den AuĂengrenzen, die Lage in Herkunfts- und Transitstaaten sowie politische und administrative MaĂnahmen beeinflusst werden. Ein einzelner Monatswert bildet daher nicht automatisch die weitere Entwicklung des Jahres ab.
Politische und praktische Bedeutung
FĂŒr Bund, LĂ€nder und Kommunen kann ein niedrigerer Zugang kurzfristig die Aufnahme, Unterbringung und Bearbeitung von Asylverfahren entlasten. Gleichzeitig bleibt die politische Bewertung an konkrete MaĂnahmen zur Steuerung und Kontrolle der Migration sowie an die Zusammenarbeit mit europĂ€ischen Partnern geknĂŒpft.
Innenminister Alexander Dobrindt wertet den RĂŒckgang als Trendwende und verbindet ihn mit dem Ziel, die Entwicklung dauerhaft zu sichern. Entscheidend fĂŒr die weitere Einordnung sind deshalb die kommenden Monatszahlen, die Verteilung der Verfahren auf die LĂ€nder und die Frage, ob der RĂŒckgang ĂŒber den Oktober hinaus anhĂ€lt.
