Höhere, SozialbeitrÀge

IW: Höhere SozialbeitrĂ€ge fĂŒhren zu weniger Netto vom Brutto

14.12.2024 - 01:00:00

Auf die meisten Haushalte kommen im nÀchsten Jahr höhere Belastungen zu.

Vor allem die steigenden Sozialabgaben fĂŒhrten dazu, dass BĂŒrger 2025 weniger Netto vom Brutto haben, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die von den Parteien der ehemaligen Ampel-Koalition doch noch geplanten Steuerentlastungen reichten nicht aus, um die negativen Effekte auszugleichen. FĂŒr einen Single beispielsweise mit einem Durchschnittseinkommen von 50.000 Euro brutto im Jahr wĂŒrde sich die Mehrbelastung lediglich von 233 Euro auf 38 Euro netto im Jahr reduzieren.

Auch bei Alleinerziehenden reichten Kindergelderhöhung und verĂ€nderter Einkommensteuertarif in vielen FĂ€llen nicht aus, um aus dem Minus ein Plus zu machen. Lediglich gemeinsam veranlagte Paare mit Kindern könnten sich je nach Einkommenshöhe ĂŒber mehr Netto freuen. "FĂŒr die Steuerzahler wĂ€re der Ausgleich der kalten Progression wichtig, um die Belastungseffekte zumindest abzumildern", sagte IW-Steuerexperte Martin Beznoska. Zu den Belastungseffekten gehören höhere BeitrĂ€ge fĂŒr Kranken- und Pflegeversicherung, die nach oben gesetzten Beitragsbemessungsgrenzen sowie die zum 1. Januar weiter steigende CO2-Abgabe, die zu höheren Preisen beim Tanken und Heizen fĂŒhrt. Die Fraktionen der ehemaligen Ampel-Koalition hatten sich am Freitag darauf geeinigt, die kalte Progression abzubauen und das Kindergeld zu erhöhen. Bundestag und Bundesrat mĂŒssen dem noch zustimmen.

@ dts-nachrichtenagentur.de