SPD-Frauen fordern paritÀtische Besetzung des Bundeskabinetts
04.04.2025 - 12:00:00
"Bei der Zusammensetzung der kĂŒnftigen Regierung darf es keinen RĂŒckschritt in die Vergangenheit geben", sagte Ines Zenke, PrĂ€sidentin des SPD-Wirtschaftsforums, dem "Spiegel".
CDU-Chef Friedrich Merz hatte parallel zu den Koalitionsverhandlungen angekĂŒndigt, dass der Frauenanteil in seinem Kabinett höher ausfallen solle als die Quote von knapp 25 Prozent in der Bundestagsfraktion der Union. FĂŒr Zenke ist das "schon im Ansatz nicht ambitioniert genug".
Auch Ulrike HĂ€fner, Chefin der SPD-Frauen, sagte, die ParitĂ€t im Kabinett hĂ€tte "eine groĂe Symbolkraft".
Sie mache sich aber keine Illusionen, dass diese mit der Union gelinge. HĂ€fner fordert, dass zumindest die SPD ihre Ministerposten ausgeglichen mit MĂ€nnern und Frauen beschickt. "Wir sitzen der Parteispitze im Nacken." Der Arbeitsgemeinschaft gehören automatisch alle weiblichen SPD-Mitglieder an, derzeit sind das rund 150.000 Frauen. Die ParitĂ€t mĂŒsse die SPD laut HĂ€fner auch in weiteren FĂŒhrungsĂ€mtern in Ministerien und Behörden forcieren. "Das ist entscheidend, um einen Kulturwandel hin zu mehr Gleichberechtigung zu erreichen."


