Gesundheit

Gesundheitsreform: Unions-Arbeitnehmer fordern Nachbesserung

20.04.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Aus der Unionsfraktion wird der Ruf nach Änderungen an den ReformplĂ€nen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) laut."Wer auf der einen Seite höhere Einkommen stĂ€rker heranzieht, kann auf der anderen Seite Sonderregime wie den Minijob nicht einfach fortschreiben.

Stefan Nacke (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das gilt umso mehr mit Blick auf die Neuregelung der Familienmitversicherung", schreibt der Bundestagsabgeordnete Stefan Nacke (CDU), der die Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion leitet, in einer Stellungnahme, ĂŒber die das Nachrichtenmagazin POLITICO (Montag) berichtet.

Nacke hĂ€lt es fĂŒr richtig, dass der Entwurf der Gesundheitsministerin bei der Familienversicherung Ausnahmen vorsieht, "um LebensrealitĂ€ten gerecht zu werden, etwa bei kleinen Kindern, bei Pflegeverantwortung, bei Behinderung oder im Rentenalter".

Der CDU-Politiker warnte jedoch, dauerhafte Arbeit durch Minijobs "aus der normalen Sozialversicherung" herauszudrĂ€ngen. Dadurch werde SolidaritĂ€t geschwĂ€cht, Wettbewerb verzerrt und soziale Absicherung auf spĂ€ter verschoben. "Wer BeitragsstabilitĂ€t will, muss die Beitragsbasis stĂ€rken", so Nacke. "Dauerhafte Arbeit gehört deshalb Schritt fĂŒr Schritt raus aus der Sonderzone Minijob und zurĂŒck in regulĂ€re sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigung."

Nacke schreibt, es mĂŒsse geklĂ€rt werden, ob BeitragsstabilitĂ€t nur organisiert oder auch strukturell abgesichert werde. "Der Entwurf gibt darauf eine erste, richtige Antwort", so der Sozialpolitiker. "Die mutigere Antwort wĂ€re, Minijobs nicht lĂ€nger nur als praktische Randerscheinung zu behandeln, sondern als ordnungspolitische Baustelle."

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