Gesundheitsreform: Unions-Arbeitnehmer fordern Nachbesserung
Veröffentlicht am: 20.04.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deNacke hĂ€lt es fĂŒr richtig, dass der Entwurf der Gesundheitsministerin bei der Familienversicherung Ausnahmen vorsieht, "um LebensrealitĂ€ten gerecht zu werden, etwa bei kleinen Kindern, bei Pflegeverantwortung, bei Behinderung oder im Rentenalter".
Der CDU-Politiker warnte jedoch, dauerhafte Arbeit durch Minijobs "aus der normalen Sozialversicherung" herauszudrĂ€ngen. Dadurch werde SolidaritĂ€t geschwĂ€cht, Wettbewerb verzerrt und soziale Absicherung auf spĂ€ter verschoben. "Wer BeitragsstabilitĂ€t will, muss die Beitragsbasis stĂ€rken", so Nacke. "Dauerhafte Arbeit gehört deshalb Schritt fĂŒr Schritt raus aus der Sonderzone Minijob und zurĂŒck in regulĂ€re sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigung."
Nacke schreibt, es mĂŒsse geklĂ€rt werden, ob BeitragsstabilitĂ€t nur organisiert oder auch strukturell abgesichert werde. "Der Entwurf gibt darauf eine erste, richtige Antwort", so der Sozialpolitiker. "Die mutigere Antwort wĂ€re, Minijobs nicht lĂ€nger nur als praktische Randerscheinung zu behandeln, sondern als ordnungspolitische Baustelle."
