Maul-, Klauenseuche

Maul- und Klauenseuche: London verschÀrft Reisereglungen

15.01.2025 - 18:02:07 | dpa.de

Aus Sorge vor der in Deutschland ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche verschĂ€rft Großbritannien die Regeln fĂŒr Reisende.

Seit Mittwoch dĂŒrfen Fleisch, Fleischprodukte, Milch und Milcherzeugnisse sowie tierische Nebenprodukte von Schweinen und WiederkĂ€uern aus den EU- sowie weiteren LĂ€ndern nicht mehr unverpackt eingefĂŒhrt werden, wie die Regierung mitteilte.

FĂŒr Deutschland gelte das auch fĂŒr handelsĂŒblich verpackte Produkte, es sei denn, die Produkte seien so verarbeitet worden, dass das Risiko der KrankheitsĂŒbertragung ausgeschlossen ist.

"Diese Produkte können in die in HĂ€fen und FlughĂ€fen bereitgestellten SicherheitsbehĂ€lter gelegt werden", teilte das zustĂ€ndige Ministerium. StaatssekretĂ€r Daniel Zeichner sagte: "Die Regierung wird alles tun, was nötig ist, um die Landwirte unseres Landes vor den Gefahren der Maul- und Klauenseuche zu schĂŒtzen."

Großbritanniens schlimme Erfahrungen mit der Seuche

Zuvor hatte Großbritannien bereits einen Importstopp fĂŒr die gefĂ€hrdeten Tiere verhĂ€ngt. "Die kommerzielle Einfuhr von Rindern, Schweinen, Schafen, Hirschen, BĂŒffeln und von deren Produkten (...) wird nun verboten", heißt es in der Mitteilung. Großbritannien hatte Anfang der 2000er-Jahre einen schweren Ausbruch der Krankheit erlebt. Millionen Tiere mussten geschlachtet werden.

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) war vergangenen Freitag auf einem BĂŒffel-Betrieb in Hönow bei Berlin festgestellt worden. Die Tierseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren wie Rindern, Schafen, Ziegen oder Schweinen. Betroffene Tiere zeigen hĂ€ufig hohes Fieber und BlĂ€schenbildung im Maul- und Klauenbereich. FĂŒr Menschen ist die MKS nicht gefĂ€hrlich.

Die wichtigsten ExportlĂ€nder sind Großbritannien, SĂŒdkorea und Vietnam. Der Verband der Fleischindustrie teilte auf Anfrage mit, dass in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres knapp zwei Millionen Tonnen Schweine- und Rindfleisch in die EU und in DrittlĂ€nder exportiert wurde. Der Umsatz allein in den DrittlĂ€ndern belĂ€uft sich demnach im Jahr auf rund eine Milliarde Euro.

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