Wadephul verteidigt Entscheidung gegen Gaza-ErklÀrung
23.07.2025 - 12:23:06 | dts-nachrichtenagentur.de
AuĂenminister Johann Wadephul (CDU) verteidigt seine Entscheidung, die ErklĂ€rung von 28 Staaten nicht zu unterzeichnen, die ein Ende des Gazakrieges fordern.
Johann Wadephul (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Niemand könne von Deutschland verlangen, Israel im Stich zu lassen, das vom Iran, von den Huthis, der Hisbollah und der Hamas bedroht werde, sagte Wadephul der Wochenzeitung "Die Zeit". "Vor allem aber darf das perfide Spiel der Hamas nicht aufgehen, die sowohl die Geiseln als auch die palÀstinensische Bevölkerung in Gaza weiter als Faustpfand nehmen."
Der Staatengruppe gehören europĂ€ische LĂ€nder wie GroĂbritannien und Frankreich, aber auch Kanada, Japan und Australien an. Die ErklĂ€rung wurde am Montag veröffentlicht.
Laut Wadephul kann Deutschland in dem Konflikt kein "neutraler Mittler" sein, "weil wir parteiisch sind".
Man stehe an der Seite Israels. Dennoch genieĂe die Bundesrepublik auch unter arabischen Staaten hohe Anerkennung. "Viele sehen uns als die europĂ€ische Kraft, die Einfluss auf Israel hat. Auch deswegen sprechen viele arabische Kollegen mit mir." Die Waffenlieferungen Deutschlands an Israel habe bisher keiner von ihnen kritisiert. "Aber wir werden aufgefordert, noch stĂ€rker politischen Druck auf Israel auszuĂŒben."
Der AuĂenminister sieht eine Verbesserung der Nothilfe im Gazastreifen. "Ich sehe eine gewisse Entwicklung, die allerdings lĂ€ngst nicht ausreichend ist", sagte Wadephul der "Zeit". "Wir arbeiten darauf hin, dass es einen Waffenstillstand gibt zwischen Israel und der Hamas. Dieser muss dann auch wieder vollstĂ€ndigen Zugang zur humanitĂ€ren Versorgung ermöglichen."
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