Deutsche Bahn, Korridorsanierung

Bahn saniert bis 2031 nur 13 statt 21 wichtige Strecken

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 12:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Deutsche Bahn und der Bund reduzieren das Sanierungsprogramm für hochbelastete Strecken bis 2031 von 21 auf 13 Korridore. Acht Vorhaben sollen erst später umgesetzt werden.

Die Strecke zwischen Hannover und Berlin wird schon saniert. (Archivbild) - Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Die Strecke zwischen Hannover und Berlin wird schon saniert. (Archivbild) - Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Deutsche Bahn und der Bund wollen bis 2031 nur noch 13 statt der bislang geplanten 21 hochbelasteten Strecken umfassend sanieren.

Restliche Vorhaben werden verschoben

Das teilten die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium mit. Die übrigen acht Sanierungen sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Großprojekte mit weitreichenden Auswirkungen

Bei einer Korridorsanierung werden wichtige Strecken in der Regel für längere Zeit vollständig gesperrt und grundlegend erneuert. Die Arbeiten betreffen unter anderem Gleise, Weichen, Bahnhöfe, Oberleitungen sowie Leit- und Sicherungstechnik.

Programm wird neu geordnet

Mit der Reduzierung soll das bisherige Sanierungsprogramm für die kommenden fünf Jahre neu geordnet werden. Welche acht Strecken nicht bis 2031 an der Reihe sind, teilten Bahn und Ministerium in der Mitteilung zur Ankündigung nicht mit.

Weniger Baustellen, längerer Sanierungszeitraum

Die Entscheidung verschiebt einen Teil der geplanten Korridorsanierungen über das Jahr 2031 hinaus. Das Grundprinzip bleibt bestehen: Hochbelastete Strecken sollen möglichst gebündelt und über längere Sperrungen vollständig erneuert werden, statt Arbeiten über Jahre im laufenden Betrieb zu verteilen.

Die Größenordnung der Aufgabe ist erheblich. Nach Angaben der Bahn sollen in den kommenden Jahren mehr als 40 Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von über 4.000 Kilometern grundlegend modernisiert werden. Dazu zählen Gleise und Weichen ebenso wie Stellwerke, Oberleitungen, Bahnhöfe sowie Leit- und Sicherungstechnik. Die laufende Sanierung zwischen Lehrte und Berlin zeigt, dass solche Projekte für Reisende monatelange Umleitungen und deutlich längere Fahrzeiten bedeuten können.

Folgen für Netz und Fahrgäste

Die Konzentration auf 13 statt 21 Strecken kann die Zahl gleichzeitiger Großbaustellen verringern und damit die Planung von Umleitungen erleichtern. Zugleich bleiben acht ursprünglich vorgesehene Korridore länger in ihrem bisherigen Zustand. Das erhöht den Druck auf die Bahn, die verschobenen Vorhaben später verlässlich zu terminieren und die verfügbaren Investitionsmittel wirksam einzusetzen.

Für Fahrgäste bedeutet die neue Reihenfolge nicht automatisch weniger Einschränkungen. Während der Sanierungen dürften weiterhin längere Sperrungen, Ersatzverkehre und veränderte Fahrpläne nötig sein. Entscheidend wird daher sein, ob die Bahn die ausgewählten Strecken tatsächlich innerhalb der angekündigten Zeit umfassend erneuern kann.

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