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Landtagswahl in Bayern lĂ€uft - 9,4 Millionen Menschen dĂŒrfen wĂ€hlen

08.10.2023 - 08:46:45

Bayern hat die Wahl: CSU und Freie WĂ€hler wollen weiterhin zusammen regieren - doch wie stark werden die beiden Parteien kĂŒnftig sein? Was kann die Opposition ausrichten? Am Abend soll es Antworten geben.

In Bayern hat am Sonntagmorgen die Landtagswahl begonnen. Um 8.00 Uhr öffneten landesweit die Wahllokale. Etwa 9,4 Millionen Menschen sind bis 18.00 Uhr aufgerufen, einen neuen Landtag fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre zu wĂ€hlen. Darunter sind rund 554.000 Bayerinnen und Bayern, die erstmals ihre Stimme abgeben dĂŒrfen.

Jeder hat zwei Stimmen, Erststimme und Zweitstimme. Zur Ermittlung der Sitzverteilung im Landtag werden - anders als bei einer Bundestagswahl - alle Erst- und Zweitstimmen zusammengezĂ€hlt und in Mandate umgerechnet. Die Anzahl dieser «Gesamtstimmen» entscheidet am Ende darĂŒber, welche Partei kĂŒnftig wie viele Abgeordnete hat.

Die CSU von MinisterprĂ€sident Markus Söder lag bis zuletzt in allen Umfragen unangefochten vorne, kam aber mit 36 bis 37 Prozent nicht ĂŒber ihr schon historisch schlechtes Wahlergebnis von 2018 (37,2 Prozent) hinaus. FĂŒr die Freien WĂ€hler ging es nach der Flugblatt-AffĂ€re um ihren Chef Hubert Aiwanger zunĂ€chst deutlich nach oben, auf bis zu 17 Prozent. Zuletzt pendelten sich die Umfragewerte dann bei um die 15 Prozent ein. 2018 hatten sie 11,6 Prozent geholt.

Wer wird Platz zwei belegen?

Söder und Aiwanger haben stets erklĂ€rt, ihre seit 2018 bestehende Koalition auch nach der Wahl fortsetzen zu wollen. Ein BĂŒndnis mit den GrĂŒnen hat Söder - anders als vor fĂŒnf Jahren - ausgeschlossen.

Mit Spannung wird nicht nur erwartet, wie stark CSU und Freie WĂ€hler am Ende abschneiden. Sondern auch, wer hinter der CSU Platz zwei belegt, die GrĂŒnen, die Freien WĂ€hler oder vielleicht die AfD. Die SPD war in Umfragen zuletzt nicht ĂŒber 9 Prozent hinausgekommen. Die FDP muss demnach zittern, ob sie die FĂŒnf-Prozent-Marke schafft.

Insgesamt sind bei der Landtagswahl 91 Direkt- und 89 Listenmandate zu vergeben. Das Parlament kann aber am Ende auch mehr als 180 Mitglieder haben, durch sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate.

Abstimmung auch ĂŒber Bezirkstage

In diesem Jahr gibt es 1811 Kandidatinnen und Kandidaten, 112 weniger als vor fĂŒnf Jahren. Der Frauenanteil liegt bei gut 34 Prozent. Nach der Wahl 2018 hatte der Landtag sechs Fraktionen - und aufgrund von 10 Überhang- und 15 Ausgleichsmandaten insgesamt 205 Mitglieder.

Zudem dĂŒrfen die Bayern am Sonntag ĂŒber die Bezirkstage in den sieben Regierungsbezirken abstimmen. WĂ€hrend das vorlĂ€ufige Endergebnis der Landtagswahl noch am spĂ€ten Abend oder in der Nacht feststehen soll, werden die Ergebnisse der Bezirkstagswahlen erst spĂ€ter ermittelt.

@ dpa.de