Asyl, Söder

Asyl: Söder kritisiert Ergebnisse der MinisterprÀsidentenkonferenz

06.03.2024 - 17:51:54

Bayerns MinisterprÀsident Markus Söder (CSU) hat die Ergebnisse der MinisterprÀsidentenkonferenz als unzureichend kritisiert.

Man habe nur "an der OberflĂ€che diskutiert und insbesondere die SPD-LĂ€nder, die GrĂŒnen-LĂ€nder, die tun sich einfach schwer", sagte Söder dem TV-Sender "Welt" am Mittwoch. "Ich glaube nicht, dass das reicht, was jetzt heute diskutiert wurde." Die BeschlĂŒsse der MinisterprĂ€sidenten und von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sind bislang nicht veröffentlicht worden.

"Eine echte Wende bei der Migrationspolitik gibt es nicht", kommentierte Söder. "Das sind alles ganz kleine Trippelschritte. Die werden aber angesichts der Herausforderung dem nicht gerecht", so der CSU-Chef. "Wir brĂ€uchten dringend eine Änderung beim BĂŒrgergeld, um soziale Anreize zu reduzieren, wir brĂ€uchten dringend echte RĂŒckfĂŒhrungsabkommen - bislang ist da nichts passiert." Auf diese Weise werde es "sehr schwer werden, im Sommer die Zahlen halbwegs vernĂŒnftig zu gestalten", so Söder weiter. Das Recht des Einzelnen, Asyl zu beantragen und zu erhalten, ist ein sogenanntes "subjektives Recht", weil es dem Einzelnen einen Anspruch gegen den Staat einrĂ€umt. Söder will von diesem Grundrecht offenbar abrĂŒcken. "Wir brĂ€uchten auch endlich eine Integrationsgrenze und eine Umwandlung des Asylrechts in ein objektives Recht", sagte er. Mit dem heutigen Asylrecht könne man die Herausforderungen nicht mehr bewĂ€ltigen. Auch Dinge wie Kita-Betreuung und Wohnungsbau seien ohne Integrationsgrenze nicht zu schaffen, so der CSU-Politiker. Söder forderte auch eine Reform des BĂŒrgergeldes. "Um Migranten in die Arbeit zu bringen, ist das BĂŒrgergeld letztlich die totale Verhinderungsstrategie. Deswegen haben wir die wenigsten Migranten in Arbeit im Vergleich zu anderen LĂ€ndern", so Söder. In Deutschland gilt ein Anspruch auf BĂŒrgergeld fĂŒr Asylsuchende erst nach der Anerkennung als FlĂŒchtling. Danach gelten fĂŒr sie dieselben Mitwirkungspflichten wie fĂŒr andere EmpfĂ€nger. Schutzsuchende aus der Ukraine können ohne langwieriges Verfahren BĂŒrgergeld erhalten. Ohne Aufenthaltsrecht sowie in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts haben andere Migranten keinen Anspruch auf BĂŒrgergeld. Seit der EinfĂŒhrung des BĂŒrgergeldes sind weniger Menschen von einer BeschĂ€ftigung in die staatliche Sicherung gewechselt als zuvor.

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