Moldawiens, PrÀsidentin

Moldawiens PrÀsidentin Sandu muss in Stichwahl

21.10.2024 - 06:35:21

Bei der PrÀsidentschaftswahl in Moldawien hat Amtsinhaberin Maia Sandu im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit klar verfehlt.

Nach AuszĂ€hlung von rund 98 Prozent der Stimmen kommt die proeuropĂ€ische PrĂ€sidentin nach Angaben der Wahlkommission auf ein Ergebnis von 41,9 Prozent. Ihr schĂ€rfster Konkurrent Alexandr Stoianoglo von den Sozialisten steht bei 26,3 Prozent. In zwei Wochen kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten. Beim Referendum zugunsten Moldawiens BemĂŒhungen fĂŒr einen Beitritt zur EuropĂ€ischen Union gab es unterdessen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Lagern.

Nach AuszĂ€hlung von rund 98 Prozent der Stimmen lag das Nein-Lager wenige Tausend Stimmen vorn. Bei den ersten ZwischenstĂ€nden hatte es noch nach einer deutlicheren Ablehnung ausgesehen. Ziel von Sandu war es, die BemĂŒhungen um den EU-Beitritt durch das Referendum in der Verfassung des Landes zu verankern. Sandu erhob unterdessen am Wahlabend schwere ManipulationsvorwĂŒrfe. Es habe einen "beispiellosen Angriff auf die Freiheit und Demokratie" gegeben, sagte sie. "Kriminelle Gruppen, die mit auslĂ€ndischen KrĂ€ften zusammenarbeiten" hĂ€tten versucht, "den demokratischen Prozess zu untergraben". Laut Sandu soll es angeblich Beweise geben, dass 300.000 Stimmen gekauft worden seien. Die PrĂ€sidentin hatte Russland in der Vergangenheit schon mehrfach beschuldigt, sich politisch in Moldawien einzumischen.

@ dts-nachrichtenagentur.de