Milliardenforderungen, Unterhaltszahlern

Milliardenforderungen gegenĂŒber sĂ€umigen Unterhaltszahlern

22.12.2024 - 14:28:42 | dpa.de

Beim deutschen Staat sind gegenĂŒber sĂ€umigen Unterhaltspflichtigen Forderungen im Umfang von mehr als fĂŒnf Milliarden Euro aufgelaufen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 seien in den Unterhaltsvorschuss-Stellen der LĂ€nder offene Forderungen in Höhe von 5,178 Milliarden Euro erfasst, teilte das Bundesfamilienministerium auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Martin Gassner-Herz mit. Der Betrag sei die Summe der in vielen Jahren aufgelaufenen Forderungen. Die "Welt" berichtete ĂŒber die Antwort des Ministeriums, sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Mit dem Unterhaltsvorschuss springt der Staat ein, wenn jemand nicht oder nicht ausreichend Unterhalt an seine Kinder zahlt. Der Staat kann die Leistung zurĂŒckfordern, wenn sich herausstellt, dass der Unterhaltspflichtige eigentlich zahlungsfĂ€hig wĂ€re.

Informationen ĂŒber tatsĂ€chliche LeistungsfĂ€higkeit fehlen hĂ€ufig

Das Familienministerium von Lisa Paus (GrĂŒne) weist allerdings darauf hin, dass der nominelle Wert der zu verfolgenden Unterhaltsforderungen "keine Erwartung an die kurzfristig realisierbare Höhe der Einnahmen" darstelle. Weil vielfach Informationen ĂŒber die aktuelle, tatsĂ€chliche LeistungsfĂ€higkeit von Schuldnern fehlten, sei "unsicher, ob, wann und in welchem Umfang Einnahmen erzielt werden können". Die Beweislast liege bei den Schuldnern. Stellten diese die notwendigen Informationen nicht zur VerfĂŒgung, mĂŒssten die Unterhaltsvorschuss-Stellen "daher von einer grundsĂ€tzlich zu verfolgenden Forderung ausgehen".

Gassner-Herz: Eintreiben der Gelder auch Gerechtigkeitsfrage

Gassner-Herz kritisierte die Antwort der Regierung. "Familienministerin Lisa Paus fiel vor allem damit auf, immer mehr Geld zu fordern, das es nicht gab. Jetzt stellt sich heraus, dass es in ihrer ZustĂ€ndigkeit viel Geld gĂ€be, das sie nicht in der Lage ist einzusammeln", sagte er der Zeitung. Ein konsequentes Eintreiben der Gelder sei auch eine Gerechtigkeitsfrage, "wenn der brave Steuerzahler fĂŒr Unterhaltsschuldner einspringt, die sich um ihre Verantwortung drĂŒcken."

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