Argentiniens, PrÀsident

Argentiniens PrÀsident trotz Protesten in der Heimat bei G7-Gipfel

14.06.2024 - 15:19:28

Beim G7-Gipfel in SĂŒditalien sind am Freitag die Staats- und Regierungschefs weiterer LĂ€nder als GĂ€ste dazugestoßen.

Darunter war auch der argentinische PrĂ€sident Javier Milei, gegen dessen umstrittenen Wirtschaftsreformen es in Argentinien zuletzt heftige Proteste gab. Er wurde am Freitag herzlich von Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni empfangen. Weitere GĂ€ste bei dem Gipfel sind in diesem Jahr unter anderem der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan sowie Brasiliens PrĂ€sident Lula da Silva.

Startgast war am Freitag aber wohl Papst Franziskus. Erstmals in der Geschichte der Treffen der großen westlichen Industriestaaten nahm ein Oberhaupt der Katholischen Kirche teil. Franziskus hielt eine Rede zum Thema KĂŒnstliche Intelligenz und beteiligte sich an Debatten ĂŒber das VerhĂ€ltnis zu Afrika und dem Mittelmeerraum. Zudem waren bilaterale GesprĂ€che mit US-PrĂ€sident Joe Biden und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron geplant. Bei der Tagung gab es zuletzt Unmut darĂŒber, dass ein Recht auf Abtreibung nicht mehr ins Abschlussdokument des Gipfels aufgenommen werden soll. Die Entscheidung soll auf Bestreben von Italiens Regierungschefin Meloni gefallen sein, heißt es, aber auch der Besuch des Papstes soll eine Rolle gespielt haben. Am Morgen hatte zunĂ€chst das Thema Migration auf der Tagesordnung gestanden. Es folgten GesprĂ€che zum VerhĂ€ltnis der G7 zu China, etwa in Bezug auf die Lage im Indo-Pazifik-Raum und die wirtschaftliche Sicherheit. Am Donnerstag hatten sich die Staats- und Regierungschefs bereits darauf geeinigt, die Ukraine mit einem Darlehen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar zu unterstĂŒtzen, welches durch Zinsgewinne aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden soll. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte die PlĂ€ne begrĂŒĂŸt. Russlands PrĂ€sident Putin wolle "so lange seinen Krieg vorantreiben, bis alle anderen aufgeben, die Ukraine zu unterstĂŒtzen", sagte Scholz. "Dieser Plan ist heute gescheitert." Mit dem Plan habe man die "Grundlage dafĂŒr geschaffen, dass die Ukraine in der Lage ist, in der nĂ€chsten Zeit all das zu beschaffen, was sie beschaffen muss - an Waffen, aber auch an Investitionen in den Wiederaufbau oder in die Energieinfrastrukturen". Zur Gruppe der Sieben gehören neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Die EuropĂ€ische Union hat einen Beobachterstatus.

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