Argentiniens PrÀsident trotz Protesten in der Heimat bei G7-Gipfel
14.06.2024 - 15:19:28Startgast war am Freitag aber wohl Papst Franziskus. Erstmals in der Geschichte der Treffen der groĂen westlichen Industriestaaten nahm ein Oberhaupt der Katholischen Kirche teil. Franziskus hielt eine Rede zum Thema KĂŒnstliche Intelligenz und beteiligte sich an Debatten ĂŒber das VerhĂ€ltnis zu Afrika und dem Mittelmeerraum. Zudem waren bilaterale GesprĂ€che mit US-PrĂ€sident Joe Biden und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron geplant. Bei der Tagung gab es zuletzt Unmut darĂŒber, dass ein Recht auf Abtreibung nicht mehr ins Abschlussdokument des Gipfels aufgenommen werden soll. Die Entscheidung soll auf Bestreben von Italiens Regierungschefin Meloni gefallen sein, heiĂt es, aber auch der Besuch des Papstes soll eine Rolle gespielt haben. Am Morgen hatte zunĂ€chst das Thema Migration auf der Tagesordnung gestanden. Es folgten GesprĂ€che zum VerhĂ€ltnis der G7 zu China, etwa in Bezug auf die Lage im Indo-Pazifik-Raum und die wirtschaftliche Sicherheit. Am Donnerstag hatten sich die Staats- und Regierungschefs bereits darauf geeinigt, die Ukraine mit einem Darlehen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar zu unterstĂŒtzen, welches durch Zinsgewinne aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden soll. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte die PlĂ€ne begrĂŒĂt. Russlands PrĂ€sident Putin wolle "so lange seinen Krieg vorantreiben, bis alle anderen aufgeben, die Ukraine zu unterstĂŒtzen", sagte Scholz. "Dieser Plan ist heute gescheitert." Mit dem Plan habe man die "Grundlage dafĂŒr geschaffen, dass die Ukraine in der Lage ist, in der nĂ€chsten Zeit all das zu beschaffen, was sie beschaffen muss - an Waffen, aber auch an Investitionen in den Wiederaufbau oder in die Energieinfrastrukturen". Zur Gruppe der Sieben gehören neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Die EuropĂ€ische Union hat einen Beobachterstatus.


