ZunÀchst, Durchbruch

ZunÀchst kein Durchbruch bei Pandemieabkommen der WHO

12.05.2024 - 14:36:35

Beim geplanten Pandemieabkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es vorerst keinen Durchbruch gegeben.

Eigentlich sollten die Verhandlungen bis Freitagabend abgeschlossen werden, damit das Abkommen bei der Jahrestagung der WHO Ende Mai/Anfang Juni verabschiedet werden kann. Doch konnten sich die 194 MitgliedslÀnder der WHO nach zwei Jahren Verhandlungen letztlich nicht auf einen gemeinsamen Text einigen.

Das Abkommen sollte weltweites Chaos wie bei der Corona-Pandemie verhindern und sicherstellen, dass alle LÀnder jeweils rechtzeitig mit allem nötigen Schutzmaterial, mit Medikamenten und Impfstoffen versorgt werden.

Hilfsorganisationen und LĂ€nder fĂŒrchten, dass der Vertrag in seinem jetzigen Entwurf die Versorgung der SchwĂ€chsten nicht gewĂ€hrleistet. In reicheren LĂ€ndern gab es Widerstand vonseiten der Pharmaindustrie und von Kritikern, die fĂ€lschlich verbreiteten, die WHO wolle im Pandemiefall ĂŒber Lockdowns oder Impfzwang entscheiden. Umstritten war etwa, in welchem Umfang Medikamente oder Impfstoffe gratis oder zu gĂŒnstigen Preisen fĂŒr Ă€rmere LĂ€nder zur VerfĂŒgung gestellt werden sollen.

Ganz wurde die Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende bis zur WHO-Jahrestagung aber noch nicht aufgegeben. Die LĂ€nder wollten ihre GesprĂ€che in den nĂ€chsten zwei Wochen fortsetzen, hieß es vage. Dass vor dem Auftakt der Tagung am 27. Mai wirklich noch ein unterschriftsreifes Dokument zustande kommt, bezweifelten Diplomaten in Genf aber. "Ich begrĂŒĂŸe die Entschlossenheit, mit der alle LĂ€nder ihre Arbeit fortsetzen und den Auftrag, den sie ĂŒbernommen haben, erfĂŒllen wollen", teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mit.

@ dpa.de