NRW, Arbeitsmarkt

NRW hÀlt bei Beamtenbesoldung an fiktivem Partnereinkommen fest

19.02.2026 - 12:13:26 | dts-nachrichtenagentur.de

Beim Streit um die Besoldung der Beamten will NRW am umstrittenen fiktiven Partnereinkommen festhalten, deutet aber mögliche Nachbesserungen an.

NRW-Landesschild (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
NRW-Landesschild (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Ein Großteil der LĂ€nder rechnet auch ein fiktives Ehegatteneinkommen an", sagte NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) der "Neuen WestfĂ€lischen". "Das ist im Kern auch nicht das Problem, sondern laut Gutachten die damit verbundene Antragstellung."

NRW rechnet bei der Besoldung seit 2024 ein fiktives Partnereinkommen in Höhe von 538 Euro an, wodurch der Beamte auf dem Papier mehr Geld hat, tatsÀchlich aber nicht. "Wenn ein Beamter im Ausnahmefall nicht in einer Ehe oder Partnerschaft mit weiterem Einkommen lebt, muss er in den meisten LÀndern Widerspruch einlegen. Bei uns in NRW hingegen kann er dann einen Antrag stellen. Das betrachten wir als soziale Komponente", sagte Optendrenk.

"FĂŒr uns wird sich die Frage stellen, ob wir diese Beantragung in einer Novelle behalten oder nicht. Die Lebenswirklichkeit der Menschen hat sich aber nicht verĂ€ndert. In der Regel ist es so: Wenn Menschen nicht allein wohnen, dann wohnen sie mit Menschen zusammen, die auch ein Einkommen haben." Experten hatten das Gesetz in seiner aktuellen Form wĂ€hrend einer Anhörung im NRW-Landtag als verfassungswidrig eingestuft.

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