Belgien meldet sich mit Sieg gegen RumĂ€nien bei EM zurĂŒck
22.06.2024 - 22:51:34Belgiens BallkĂŒnstler standen jubelnd vor ihrem Fanblock und lieĂen sich fĂŒr den erlösenden ersten Sieg im EM-Turnier feiern. Mit dem 2:0 (1:0) gegen RumĂ€nien meldete sich der WM-Dritte von 2018 in Köln nach seiner ĂŒberraschenden Auftaktpleite eindrucksvoll zurĂŒck und hat das Weiterkommen am letzten Spieltag in der eigenen Hand. Auch Trainer Domenico Tedesco wirkte erleichtert und klatschte seine Profis um TorschĂŒtze Kevin De Bruyne freudig ab. Sogar der Gruppensieg ist noch möglich.
Youri Tielemans in der 2. Minute und KapitÀn De Bruyne (80.) trafen zum Sieg der Roten Teufel, die nun wie alle anderen Teams in der Gruppe E drei Punkte auf dem Konto haben. Damit kommt es am nÀchsten Mittwoch (18.00 Uhr) zu einem Herzschlagfinale um den Einzug ins Achtelfinale. Belgien trifft dann in Stuttgart auf die Ukraine, RumÀnien bekommt es in Frankfurt mit der Slowakei zu tun. Nach Angaben von Opta ist es das erste Mal in der EM-Geschichte, dass nach zwei Spieltagen alle vier Teams drei Punkte haben.
«Wir sind zufrieden. Wir haben gelitten, klar. Wir hĂ€tten noch mehr Tore erzielen mĂŒssen. Daran mĂŒssen wir noch arbeiten. Das frĂŒhe erste Tor hat uns Sicherheit gebracht», sagte TorschĂŒtze Tielemans, der den Weg zum Erfolg ebnete. Trainer Tedesco habe schon vorab darauf hingewiesen, dass man Geduld brauche. «Nach zwei Minuten schon zu treffen, hat uns natĂŒrlich Auftrieb gegeben», sagte Tielemans.
Vier Wechsel nach EM-Fehlstart
Die Belgier mussten wie schon beim 0:1 zum EM-Auftakt gegen die Slowakei ohne ihren Routinier Axel Witsel auskommen. Der frĂŒhere Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund blieb angeschlagen im Team-Quartier und drĂŒckte dort seinen Teamkollegen vor dem TV die Daumen.
Tedesco rotierte nach dem ernĂŒchternden Turnierstart ordentlich und verĂ€nderte seine Startelf gleich auf vier Positionen. Jan Vertonghen und Arthur Theate kamen zu ihrem ersten Einsatz bei dieser EM, zudem durften Tielemans und Dodi LukĂ©bakio von Beginn an ran.
Belgien trifft ganz frĂŒh
Damit lag Tedesco goldrichtig, denn schon nach 73 Sekunden traf Tielemans mit einem Flachschuss nach Vorlage von Romelu Lukaku zur FĂŒhrung. Es war das drittschnellste Tor der EM-Geschichte, was auch Belgiens König Philippe auf der TribĂŒne begeisterte.
Die Antwort der RumĂ€nen, die mit einem ĂŒberzeugenden 3:0 gegen die Ukraine ins Turnier gestartet waren, lieĂ nicht lange auf sich warten. Radu Dragusin bot sich nur drei Minuten spĂ€ter die Chance zum schnellen Ausgleich, doch seinen Kopfball lenkte Belgiens Torwart Koen Casteels ĂŒber die Latte.Â
Druckvoller agierten aber die Roten Teufel, fĂŒr die Lukaku nach nicht einmal 15 Minuten das 2:0 auf dem FuĂ hatte. Der Schuss des wuchtigen StĂŒrmers wurde jedoch im letzten Moment von einem rumĂ€nischen Abwehrspieler geblockt.
RumĂ€niens Torwart hĂ€lt den AuĂenseiter im Spiel
Wenig spĂ€ter scheiterte LukĂ©bakio am prĂ€chtig reagierenden Florin Nita im Tor der RumĂ€nen. Der 36-JĂ€hrige bewahrte sein Team nach einer halben Stunde mit einer spektakulĂ€ren Parade gegen JĂ©rĂ©my Doku erneut vor einem höheren RĂŒckstand.
Angetrieben von den umsichtigen Ballverteilern De Bruyne und Amadou Onana attackierten die Belgier unermĂŒdlich das Tor des Rivalen, der vor 24 Jahren zum ersten und bisher letzten Mal bei einer EM die K.o.-Phase erreicht hatte. Doch es fehlte an der nötigen Effizienz beim Abschluss, sodass es mit dem knappen Vorsprung in die Pause ging.
TorhĂŒter mit Vorlage
Auch nach dem Wechsel hielt das Tedesco-Team das Tempo hoch. Zweimal hĂ€tte De Bruyne den Vorsprung ausbauen können, doch der Star vom englischen Meister Manchester City blieb im Abschluss zunĂ€chst noch glĂŒcklos.Â
Auch Doku schaffte es nicht, die FĂŒhrung auszubauen. Sein Schuss nach gut einer Stunde landete nur am AuĂennetz. Lukaku zielte kurz darauf zwar besser, stand beim Zuspiel von De Bruyne aber im Abseits. Bereits gegen die Slowakei am Montag waren Lukaku zwei Treffer nachtrĂ€glich aberkannt worden.
Belgiens Chancen-Wucher rĂ€chte sich beinahe, als eine Kopfball-RĂŒckgabe von Onana bei Dennis Man landete. Doch Casteels rettete gegen den frei durchlaufenden RumĂ€nen. Der Schlussmann der Belgier glĂ€nzte nicht nur hinten: Sein langer Ball in die Spitze landete bei De Bruyne, der zehn Minuten vor dem Ende fĂŒr die Entscheidung sorgte.









