Krankenversicherung, Gesundheitspolitik

PrÀvolution jetzt: mkk - meine krankenkasse fordert, Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz aufzunehmen / VorstÀndin Andrea Galle und Prof. Dr. Ingo Froböse reichen Petition ein

26.02.2026 - 09:00:03 | presseportal.de

Berlin - Angesichts einer stetig steigenden Krankheitslast, wachsender FinanzierungslĂŒcken in der gesetzlichen Krankenversicherung und deutlicher Defizite in der PrĂ€vention setzt die mkk - meine krankenkasse ein klares gesundheitspolitisches Signal. In einem aktuellen Positionspapier plĂ€diert sie fĂŒr einen grundlegenden Perspektivwechsel: Gesundheit soll nicht lĂ€nger primĂ€r im Kontext von Versorgung gedacht werden, sondern als verfassungsrechtlich verankerter Auftrag, Lebenswelten gesundheitsfördernd zu gestalten und PrĂ€vention systematisch zu stĂ€rken.

PrÀvolution jetzt: mkk - meine krankenkasse fordert, Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz aufzunehmen / VorstÀndin Andrea Galle und Prof. Dr. Ingo Froböse reichen Petition ein - Foto: presseportal.de
PrÀvolution jetzt: mkk - meine krankenkasse fordert, Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz aufzunehmen / VorstÀndin Andrea Galle und Prof. Dr. Ingo Froböse reichen Petition ein - Foto: presseportal.de

In ihrem Positionspapier "PrÀvolution jetzt: Gesundheit gehört ins Grundgesetz" fordert die Betriebskrankenkasse, das Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz aufzunehmen und zeigt auf, dass Deutschland bislang eine verbindliche Richtung fehlt, die Schutz und Förderung von Gesundheit als Querschnittsaufgabe in allen politischen Entscheidungen verankert. Stattdessen herrscht ein "Flickenteppich" aus ZustÀndigkeiten und Regelungen zwischen Bund, LÀndern und Kommunen - mit Konflikten, Einzelfallentscheidungen und ineffizienter Verteilung der Gelder als Folge.

Aktuell heißt es im Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes: "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit." GestĂŒtzt auf ein verfassungsrechtliches Gutachten regt die Krankenkasse an, folgenden Passus zu verankern: "Jeder hat das Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit." Daraus ergibt sich der staatliche Auftrag, Gesundheit auch durch AufklĂ€rung, Vorbeugung und Krankheitsvermeidung zu schĂŒtzen. Eine solche Verankerung könnte Gesundheit in politischen AbwĂ€gungen stĂ€rker gewichten; bis hin zu Zielkonflikten mit anderen Grundrechten.

VorstÀndin der mkk - meine krankenkasse geht weiter und reicht Petition ein

Andrea Galle, VorstĂ€ndin der mkk - meine krankenkasse, geht den nĂ€chsten konsequenten Schritt und reicht gemeinsam mit dem UniversitĂ€tsprofessor fĂŒr PrĂ€vention em. Dr. Ingo Froböse eine Petition ein. Mit der Einreichung dieser Petition wollen beide eine breite gesellschaftliche und politische Debatte anstoßen, die Gesundheit als zentrale Voraussetzung fĂŒr LebensqualitĂ€t, LeistungsfĂ€higkeit und soziale StabilitĂ€t neu bewertet. Ziel ist es, den Schutz und die Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit kĂŒnftig verbindlich im Grundgesetz zu verankern.

"Wir können nicht lÀnger zusehen, dass es in der lauten Debatte nur um die Finanzierung von Krankheiten geht, statt um die Frage, wie sich Diabetes, Adipositas und Herzkrankheiten verhindern lassen", sagt Andrea Galle. "Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung der Gesundheitspolitik, gerade mit Blick auf die angespannte finanzielle Lage. Wir brauchen mehr PrÀvention. Wir brauchen ein Grundrecht auf Gesundheit."

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wird sich in den kommenden Wochen mit der Initiative "PrÀvolution jetzt: Gesundheit gehört ins Grundgesetz" befassen, bevor sie zur öffentlichen Mitzeichnung freigeschaltet wird.

forsa-Umfrage: 61 Prozent wollen Gesundheit im Grundgesetz verankert sehen

Die Initiative stĂ¶ĂŸt auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. In einer aktuellen, reprĂ€sentativen forsa-Befragung im Auftrag der mkk - meine krankenkasse befĂŒrworten 61 Prozent der Befragten, den Schutz der Gesundheit im Grundgesetz zu verankern, damit Politik stĂ€rker Verantwortung ĂŒbernimmt.

Co-Petent Prof. Ingo Froböse von der Kölner Denkfabrik Fisch im Wasser sagt: "Gesundheit entsteht nicht erst in der Arztpraxis, sondern im Alltag der Menschen - in Kitas, Schulen, Betrieben und Kommunen. Wer PrÀvention wirklich ernst meint, muss Strukturen verÀndern: durch gesundheitsfördernde LebensverhÀltnisse und die systemische StÀrkung der Gesundheitskompetenz von klein auf."

Deutschland leistet sich ein extrem teures Gesundheitssystem

2024 lagen die Ausgaben bei 538 Milliarden Euro, mit denen in erster Linie die Krankheitsversorgung finanziert wurde. Dabei ließen sich viele Krankheiten vermeiden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum betont, dass etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten. Das heißt aber nicht, dass Krebspatienten ihre Erkrankung selbst verschulden.

Staatliche Maßnahmen wie Zuckersteuer, Alkoholabgaben oder eine stĂ€rkere Regulierung gesundheitsschĂ€dlicher Lebens- und Genussmittel zeigen in den LĂ€ndern, die sie anwenden, Erfolge. "Eine kluge und mutige Politik fördert gesunde LebensverhĂ€ltnisse," so Andrea Galle weiter. "Dieser Ansatz ist fĂŒr die Krankheiten der Gegenwart die beste Medizin."

Ein Perspektivwechsel ist fÀllig

Die mkk - meine krankenkasse fordert mit ihrem Positionspapier einen Perspektivwechsel. PrĂ€vention soll nicht lĂ€nger als "nice to have" angesehen werden, sondern als zentrale Voraussetzung fĂŒr LebensqualitĂ€t, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche StabilitĂ€t. PrĂ€vention, so auch die Definition des Robert Koch-Instituts, umfasst Maßnahmen, die Krankheiten vermeiden, ihr Auftreten verzögern oder ihre Folgen reduzieren; sie setzt vor oder frĂŒh im Krankheitsprozess an und ergĂ€nzt die kurative Versorgung.

Andrea Galle und Ingo Froböse fordern mit ihrer Petition, eine prĂ€ventive Ausrichtung des Gesundheitssystems strukturell zu stĂ€rken und politisch verbindlich zu verankern. Gesundheit darf nicht lĂ€nger primĂ€r im Reparaturmodus gedacht werden, sondern muss zum handlungsleitenden Prinzip staatlicher Entscheidungen werden - ĂŒber Ressort- und ZustĂ€ndigkeitsgrenzen hinweg. Nur wenn gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen konsequent mitgedacht werden, lĂ€sst sich die wachsende Krankheitslast wirksam und nachhaltig begrenzen.

Weitere Informationen und Bildmaterial: meine-krankenkasse.de/praevolution

Pressekontakt:

Annette Rogalla
Pressesprecherin
presse@meine-krankenkasse.de
Tel. 0162 20221133

mkk - meine krankenkasse
Prenzlauer Allee 96
10409 Berlin
www.meine-krankenkasse.de

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