Klima-, Transformationsfonds

Klima- und Transformationsfonds / Entlastung der Industrie darf nicht zur HĂ€ngepartie werden

21.11.2023 - 09:56:00

Berlin - Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds und die dadurch bedingte GefĂ€hrdung des von der Bundesregierung geplanten Strompreispakets darf nach den Worten des PrĂ€sidenten von DIE PAPIERINDUSTRIE, Hans-Christoph Gallenkamp, nicht zu einer "HĂ€ngepartie" werden. "Entlastungen sind unverzichtbar, wenn die energieintensiven Branchen am Standort Deutschland wettbewerbsfĂ€hig bleiben sollen. Die Bundesregierung muss gerade vor dem Hintergrund der verhĂ€ngten Haushaltssperre schnell eine neue Finanzierungslösung finden", erklĂ€rte er. Vor allem die jetzt in Frage stehende Strompreiskompensation mĂŒsse erhalten bleiben.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 15. November 2023 die Umschichtung von Haushaltsmitteln zur BewĂ€ltigung der Corona-Krise fĂŒr verfassungswidrig erklĂ€rt. Fest eingeplante Kredite von 60 Milliarden Euro dĂŒrfen nicht fĂŒr den Klimaschutz verwendet werden. Davon ist auch das von der Bundesregierung Mitte November vorgestellte Strompreispaket betroffen.

Nach Gallenkamps EinschĂ€tzung hatte bereits das Strompreispaket nicht den Erfordernissen der Industrie entsprochen, die zusammen mit den Gewerkschaften einen BrĂŒckenstrompreis fĂŒr die Transformation gefordert hatte. "Es wĂ€re aber ein Schritt in die richtige Richtung gewesen und hĂ€tte eine drohende Mehrbelastung durch den ersatzlosen Wegfall des Spitzenausgleichs abgewendet. Eine spĂŒrbare Entlastung hĂ€tte es nicht gegeben, lediglich der Status quo wĂ€re erhalten geblieben." Die Bundesregierung mĂŒsse jetzt zu einem neuen Wurf ansetzen, der die Bezeichnung Entlastung tatsĂ€chlich verdiene.

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