MinisterprÀsidentenkonferenz: Energieintensive ErnÀhrungsindustrie benötigt Entlastung bei Gaskosten
25.10.2024 - 13:57:14BVE-Vorsitzender Dr. Christian von Boetticher: "Die Wiederherstellung des Spitzenausgleichs fĂŒr Gas ist ein wichtiger Hebel, um die WettbewerbsfĂ€higkeit der energieintensiven ErnĂ€hrungsindustrie zu sichern. Er fĂŒhrt zu der dringend benötigten finanziellen Entlastung unserer Unternehmen, sichert heimische Standorte und somit kostbare ArbeitsplĂ€tze." OVID-PrĂ€sidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld weiter: "Jede Kostenentlastung schafft die notwendigen FreirĂ€ume, um die fĂŒr die klimaschonende Transformation erforderlichen Investitionen tĂ€tigen zu können."
ErnÀhrungsindustrie ist energieintensiv
FĂŒr prozesswĂ€rmeintensive Unternehmen wie ĂlmĂŒhlen, die StĂ€rkeindustrie, die Kakao verarbeitende Industrie, Hersteller von Backwaren und Speiseeis sowie MĂ€lzereien und Hefeproduzenten sind Gaspreise ein erheblicher Standortfaktor, da der Energiebedarf zur Verarbeitung aus Erdgas gedeckt wird. Die ErnĂ€hrungsindustrie gehört zu den gröĂten Erdgasverbrauchern im verarbeitenden Gewerbe. Die Verarbeitung von Ălsaaten beruht z. B. zu etwa 75 Prozent auf Erdgas.
Der Anfang 2024 entfallene Spitzenausgleich bei Gas, der zuvor mehr als 20 Jahre bestand, trifft die Branche ins Mark: Er belastet prozesswĂ€rmeintensive Unternehmen stĂ€rker, als die Senkung der Stromsteuer im Strompreispaket der Bundesregierung vom November 2023 entlastet. Zugleich macht er Investitionen in elektrifizierte oder wasserstoffbasierte Lösungen unmöglich: Dieser notwendige Umbau der WĂ€rmeerzeugung ist kostspielig und bedarf Planungssicherheit. Bis zu deren Umsetzung ist ein gĂŒnstiger Gaspreis unabdingbare Grundlage, diese Investitionen zu erwirtschaften.
In der ErnĂ€hrungsindustrie erwirtschaften rund 6.000 Betriebe einen jĂ€hrlichen Umsatz von 218 Mrd. Euro. Mit ĂŒber 636.000 BeschĂ€ftigten ist diese Branche der viertgröĂte Industriezweig Deutschlands. Dabei ist die Branche klein- und mittelstĂ€ndisch geprĂ€gt: 90 Prozent der Unternehmen gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die QualitĂ€t deutscher Lebensmittel schĂ€tzen.
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