SchwarzmĂ€rkte, RĂŒckfĂ€lle

SchwarzmĂ€rkte und RĂŒckfĂ€lle: Die unbeabsichtigten Folgen von E-Zigaretten-Aromaverboten

16.01.2025 - 09:50:19

Berlin - Die World Vapers' Alliance (WVA) warnt eindringlich vor den negativen Folgen eines möglichen Verbots von Aromen in E-Zigaretten. Internationale Beispiele zeigen, dass solche Verbote nicht nur wirkungslos sind, sondern sogar kontraproduktiv sein können.

Michael Landl, Direktor der World Vapers' Alliance, erklĂ€rt: "Das Beispiel DĂ€nemark sollte fĂŒr Gesundheitsminister Özdemir eine deutliche Warnung sein. Das dortige Aromaverbot ist klĂ€glich gescheitert. Laut einer Umfrage der Tholos Foundation geben 93% der dĂ€nischen Dampfer an, dass es einfach ist, verbotene Aromen zu finden. Das Resultat ist ein florierender Schwarzmarkt, der Schmugglern in die HĂ€nde spielt und die Strafverfolgung untergrĂ€bt."

Die Erfahrungen aus anderen LĂ€ndern zeichnen ein Ă€hnlich dĂŒsteres Bild. In Quebec kehrten nur sechs Monate nach EinfĂŒhrung eines Aromaverbots 36% der ehemaligen Dampfer zum Rauchen zurĂŒck. "Ein Verbot in Deutschland wĂŒrde Millionen Erwachsene entweder in den Schwarzmarkt oder zurĂŒck zum Rauchen treiben - beides katastrophale Ergebnisse aus Sicht der öffentlichen Gesundheit", warnt Landl.

Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen auf Jugendliche. In San Francisco fĂŒhrte der Versuch, das Dampfen unter Jugendlichen durch ein Aromaverbot einzudĂ€mmen, zum ersten Anstieg der Raucherquote unter Teenagern seit Jahrzehnten. "Das zeigt deutlich, dass gut gemeinte Verbote oft das Gegenteil bewirken und die Situation sogar verschlimmern können", so Landl.

Die WVA betont, dass wissenschaftliche Erkenntnisse die entscheidende Rolle von Aromen bei der Rauchentwöhnung belegen. Studien zeigen, dass Aromen die Chance, mit dem Rauchen aufzuhören, um 230% erhöhen. Fruchtaromen (83,3%), gefolgt von Dessert- (68,0%) und SĂŒĂŸigkeitenaromen (44,5%) sind dabei am beliebtesten, wĂ€hrend nur 2,1% Tabakaroma als hĂ€ufigste Geschmacksrichtung angeben.

"Der Gesundheitsminister muss auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Stimmen der Verbraucher hören", fordert Landl. "Mehr als 100.000 Menschen haben bereits die Petition der World Vapers' Alliance gegen ein Aromaverbot unterzeichnet. Zudem zeigte die öffentliche Konsultation der EU-Kommission 2023 zur zukĂŒnftigen Tabak- und Nikotinregulierung, dass eine Mehrheit Produkte zur Schadensminimierung, einschließlich Aromen, unterstĂŒtzt."

Die WVA appelliert an die politischen EntscheidungstrÀger, die verheerenden Folgen eines Aromaverbots zu bedenken und stattdessen evidenzbasierte Strategien zur Reduzierung des Tabakkonsums zu verfolgen.

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