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Historischer Tag fĂŒr die FeuerwehrverbĂ€nde in Europa / Treffen in Paris ebnet den Weg fĂŒr gemeinsame Vertretung bei EuropĂ€ischer Union

12.04.2024 - 13:19:02

Berlin/Paris - "Dies ist ein historischer Tag fĂŒr die FeuerwehrverbĂ€nde in Europa! Nie zuvor seit GrĂŒndung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF gab es solch einen Schulterschluss zwischen den ReprĂ€sentanten von mehr als 2,7 Millionen Feuerwehrangehörigen", erklĂ€rt Karl-Heinz Banse, PrĂ€sident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zum 1. EuropĂ€ischen Feuerwehrgipfel in Paris. Vertreter der FeuerwehrverbĂ€nde aus 18 Staaten der EuropĂ€ischen Union hatten an dem Treffen teilgenommen. Sie haben beschlossen, sich fĂŒr eine Vertretung der europĂ€ischen Feuerwehren in BrĂŒssel unter dem Dach des Weltfeuerwehrverbandes CTIF einzusetzen. "Gemeinsam wollen wir dort, im politischen Zentrum der EuropĂ€ischen Union, einen Bund der FeuerwehrverbĂ€nde etablieren, um unsere Interessen zusammen besser zu vertreten. Die EinsatzkrĂ€fte, die Feuerwehrangehörigen, sie sind unsere oberste PrioritĂ€t - hier spielen keine staatlichen Interessen eine Rolle", resĂŒmierte Banse bei seiner Rede in der Französischen Nationalversammlung.

An der zweitĂ€gigen Veranstaltung nahmen Verbandsvertreter aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal, RumĂ€nien, Schweden, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern teil. Initiative und Organisation der Veranstaltung lag beim Deutschen Feuerwehrverband und dem französischen Pendant, der "FĂ©dĂ©ration Nationale des Sapeurs-Pompiers de France" (FNSPF).

"Die BrandbekĂ€mpfung und der Katastrophenschutz in der EuropĂ€ischen Union sind ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitspolitik der EU. Bei ihrem Treffen in Paris bekrĂ€ftigen die reprĂ€sentativen Organisationen der Feuerwehren der EU-Mitgliedstaaten ihr außergewöhnliches Engagement und ihre Entschlossenheit, den Katastrophenschutz zu stĂ€rken", heißt es in dem von allen teilnehmenden VerbandsprĂ€sidenten unterschriebenen Abschlussdokument. DFV-PrĂ€sident Banse hatte in Paris eindringlich den Hintergrund deutlich gemacht: "Klimawandel und Kriege stellen eine nie dagewesene Bedrohung fĂŒr die Gesellschaft dar. VegetationsbrĂ€nde und Überschwemmungen als flĂ€chendeckende Einsatzlagen, gewalttĂ€tige Konflikte, in denen EinsatzkrĂ€fte zu Opfern werden: Die Feuerwehren mĂŒssen sich diesen Herausforderungen stellen. Die EinsĂ€tze machen nicht vor Landesgrenzen Halt."

Um die Feuerwehren als integralen und unverzichtbaren Bestandteil der Sicherheitsarchitektur im nationalen und europaweiten Kontext in der EuropĂ€ischen Union adĂ€quat zu vertreten, soll das nĂ€chste Treffen im Oktober in BrĂŒssel die Etablierung eines fest besetzten BĂŒros im Herzen der EU konkretisieren. Der Deutsche Feuerwehrverband verfĂŒgt seit 2008 als bislang einziger nationaler Verband ĂŒber eine Vertretung bei der EuropĂ€ischen Union. Das veranstaltungsbezogen besetzte BĂŒro ist im Haus der Hessischen Landesvertretung untergebracht.

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