Berlin: Rund 200 PalÀstinenser demonstrieren am Checkpoint Charlie
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 18:51 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSIn Berlin haben PalĂ€stinenser am dritten Jahrestag des Hamas-Anschlags auf Israel demonstriert und zugleich an die Opfer des anschlieĂenden MilitĂ€rschlags erinnert. Nahe dem Checkpoint Charlie versammelten sich am Nachmittag rund 200 Menschen und skandierten pro-palĂ€stinensische Parolen.
Kundgebung nahe dem Checkpoint Charlie
Verschleierte Frauen trugen Attrappen mit roter Farbe in den Armen, die an getötete Kinder erinnern sollten. Die Versammlung war eine von mehreren pro-palÀstinensischen Kundgebungen, die am Donnerstag in Berlin stattfanden.
Der dritte Jahrestag des Hamas-Anschlags fĂŒhrte in der Hauptstadt zu einer erhöhten PolizeiprĂ€senz. Die Behörden begleiteten die Veranstaltungen an den jeweiligen Orten mit starken KrĂ€ften.
Israelische Flagge am Brandenburger Tor
Aus SolidaritÀt mit Israel sollte das Brandenburger Tor am Abend in den Farben der israelischen Staatsflagge angestrahlt werden. Damit standen in Berlin das Gedenken an die Opfer des Hamas-Angriffs und der Protest gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen am selben Jahrestag nebeneinander.
Der 7. Oktober steht in Berlin zugleich fĂŒr das Gedenken an die Opfer des Hamas-Angriffs auf Israel und fĂŒr Proteste gegen das israelische militĂ€rische Vorgehen im Gazastreifen. Damit treffen an einem symbolisch besonders aufgeladenen Jahrestag unterschiedliche Erinnerungen und politische Deutungen unmittelbar im öffentlichen Raum aufeinander.
Die Berliner Polizei hatte fĂŒr den Tag eine deutlich erhöhte PrĂ€senz angekĂŒndigt. Insgesamt waren zehn Versammlungen angemeldet, darunter Kundgebungen zur SolidaritĂ€t mit Israel sowie zwei pro-palĂ€stinensische Veranstaltungen. FĂŒr eine abendliche Demonstration von Kreuzberg nach Neukölln waren 150 Teilnehmer angemeldet; wegen umstrittener Aufrufe stand sie besonders im Fokus der Sicherheitsbehörden.
Gedenken und Sicherheitslage
Parallel zu den Protesten fanden in Berlin mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Am Bebelplatz war ein zentrales Gedenken vorgesehen, auĂerdem sollte am Abend die israelische Flagge auf das Brandenburger Tor projiziert werden. Die rĂ€umliche NĂ€he von Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen erhöhte die Anforderungen an die Einsatzplanung.
FĂŒr die Ăffentlichkeit bedeutet die parallele Veranstaltungsdichte vor allem EinschrĂ€nkungen im Berliner Zentrum und ein erhöhtes Aufkommen von PolizeikrĂ€ften. Politisch bleibt der Jahrestag ein PrĂŒfstein dafĂŒr, ob das Gedenken an die Opfer des Hamas-Angriffs und die Debatte ĂŒber das Leid der palĂ€stinensischen Zivilbevölkerung nebeneinander sichtbar bleiben können, ohne dass antisemitische oder gewaltverherrlichende Botschaften die Veranstaltungen bestimmen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
rbb24: â7. Oktober in Berlin: Mehr Polizei, Gedenkfeiern und Anti-Israel-Demosâ (07.10.2026)
Der Beitrag bestÀtigt die erhöhte PolizeiprÀsenz, mehrere angemeldete Versammlungen und die geplante Projektion der israelischen Flagge auf das Brandenburger Tor. Im Mittelpunkt stehen zusÀtzlich die Einsatzvorbereitungen und Ermittlungen wegen gewaltverherrlichender Aufrufe.
taz: âJahrestag 7. Oktober in Berlin: Gedenken, Gebete, Demonstrationenâ (07.10.2026)
Die taz beschreibt den Jahrestag als Zusammenspiel zahlreicher Gedenkveranstaltungen und pro-palÀstinensischer Proteste. Anders als die dts-Meldung legt der Beitrag einen Schwerpunkt auf die geplanten Veranstaltungsorte, die Verlegung eines Protestzugs und die behördliche Reaktion auf umstrittene Aufrufe.
Ăbereinstimmend wird von mehreren Gedenk- und Protestveranstaltungen, verstĂ€rkten SicherheitsmaĂnahmen und einer sichtbaren SolidaritĂ€tsbekundung fĂŒr Israel berichtet. Unterschiede bestehen vor allem bei der Gewichtung der einzelnen Demonstrationen und bei der Darstellung der behördlichen PrĂŒfungen und Ermittlungen.
