Verband der Feuerwehren der EuropĂ€ischen Union gegrĂŒndet / Karl-Heinz Banse: Meilenstein in der europĂ€ischen Feuerwehrlandschaft
22.05.2025 - 12:52:43In der GrĂŒndungsurkunde heiĂt es: "Der Brand- und Katastrophenschutz in den LĂ€ndern, die sich zur EuropĂ€ischen Union zusammengeschlossen haben, sind wesentliche Bestandteile der europĂ€ischen Sicherheitspolitik. Die Feuerwehren sind dabei eine unverzichtbare SĂ€ule der Sicherheits- und Resilienzarchitektur. Das auĂergewöhnliche Engagement und die unerschĂŒtterliche SolidaritĂ€t der Feuerwehrleute sind ein wesentlicher Eckpfeiler fĂŒr die Rettung von Menschenleben, den Schutz von Eigentum und Kulturerbe, den Schutz der Umwelt und den Aufbau einer sichereren und widerstandsfĂ€higeren Gesellschaft. Die legitimierten Organisationen der Feuerwehrleute in den Mitgliedsstaaten der EuropĂ€ischen Union vereinbaren deshalb heute die GrĂŒndung des ,Verbandes der Feuerwehren der EuropĂ€ischen Union'. Damit soll eine gemeinsame nachhaltige Struktur mit dem Ziel der Interessenvertretung und eines wechselwirkenden Dialogs mit den Institutionen der EuropĂ€ischen Union geschaffen werden."
Vier Europa-Abgeordnete (Lena DĂŒpont, GrĂ©gory Allione, Mislav Kovac und Zeljana Zovko) sowie die deutschen Bundestagsabgeordneten Leon Eckert und Nancy Faeser verliehen der Versammlung weitere politische Bedeutung. "Aus europĂ€isch-politischer Sicht ist dies ein sehr eindrucksvoller Moment. Die Welt verĂ€ndert sich, damit einher geht eine groĂe Verantwortung auch fĂŒr die Feuerwehren. Sie geben eine europĂ€ische Antwort auf die Fragen unserer Zeit - das ist der Kern des europĂ€ischen Gedankens!", dankte Lena DĂŒpont, Mitglied des EuropĂ€ischen Parlaments, fĂŒr das Engagement. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Interfraktionellen Arbeitsgruppe Resilienz, Katastrophenmanagement und Zivilschutz, in der der ehemalige französische FeuerwehrverbandsprĂ€sident GrĂ©gory Allione einer der Vorsitzenden ist.
Karl-Heinz Banse ist PrÀsident des neuen Verbandes
Zum neuen PrĂ€sidenten des internationalen Verbandes wurde Karl-Heinz Banse (Deutschland) gewĂ€hlt. VizeprĂ€sidenten sind Jean-Paul Bosland (Frankreich), Ante Sanader (Kroatien), Robert Mayer (Ăsterreich) und Waldemar Pawlak (Polen). Sie Ă€uĂerten sich wie folgt:
Karl-Heinz Banse: "Der Verband ist eine gemeinsame Stimme der Feuerwehren der LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union in BrĂŒssel und StraĂburg. Ziel ist es, die Interessen der FeuerwehrkrĂ€fte auf europĂ€ischer Ebene wirkungsvoll zu vertreten, Entwicklungen frĂŒhzeitig zu erkennen und aktiv in Entscheidungsprozesse einzugreifen. Die europĂ€ische Zusammenarbeit der Feuerwehren ist kein Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit: In einer zunehmend vernetzten Welt gibt es fĂŒr Katastrophen und Notlagen keine Grenzen mehr!"
Jean-Paul Bosland: "Dieser Tag markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehren in Europa. Die GrĂŒndung des Verbandes der Feuerwehren der EuropĂ€ischen Union ist ein echter Fortschritt fĂŒr unsere Zusammenarbeit - wir stĂ€rken unsere Verbindungen und sprechen mit einer Stimme im Namen aller Feuerwehrleute in der Union. Dies ist ein wahrer Paradigmenwechsel: 21 LĂ€nder, fast ebenso viele verschiedene Sprachen und Uniformen, vereint unter einem Banner. Ich freue mich sehr ĂŒber die Verwirklichung dieser Initiative nach 14 Monaten gemeinsamer Arbeit mit unseren deutschen Kollegen. Sie ist erst der Anfang eines langen Weges."
Ante Sanader: "Das Feuerwehrwesen ist ein wesentlicher Bestandteil der europĂ€ischen Sicherheitspolitik. Der neu gegrĂŒndete Verband der Feuerwehren der EuropĂ€ischen Union ist ein erforderlicher und sehr wichtiger Schritt zur Anerkennung dessen, dass das Feuerwehrwesen zur Gestaltung des EU-Sicherheitssystems beitrĂ€gt."
Robert Mayer: "Die GrĂŒndung des EuropĂ€ischen Feuerwehrverbandes ist ein bedeutender Meilenstein in der Vernetzung und wird den Feuerwehren auf europĂ€ischer Ebene eine starke Stimme geben. Die Feuerwehren sind keine EinzelkĂ€mpfer, die Feuerwehren sind Teamplayer. Eine gute internationale Zusammenarbeit war der Grundstein dieses neuen Verbandes, der nun nach monatelanger Arbeit aus der Taufe gehoben wurde. Dass 21 Nationen bei der GrĂŒndungsversammlung anwesend sind, ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts und fĂŒr eine gemeinsame Ausrichtung innerhalb der EuropĂ€ischen Union. Ich bin unglaublich stolz, als Vertreter der österreichischen Feuerwehren ein Teil davon zu sein."
Waldemar Pawlak: "In Zeiten von Krieg, unterbrochener globaler Zusammenarbeit und den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie ist die europĂ€ische Zusammenarbeit der Feuerwehren wichtiger denn je. Gemeinsame Standards, Austausch von Erfahrungen, Zusammenarbeit mit der Jugend und technische Harmonisierung bilden das stabile Fundament fĂŒr eine widerstandsfĂ€hige Gesellschaft. Es ist mir ein persönliches Anliegen, den lĂ€nderĂŒbergreifenden Austausch zu fördern, starke Netzwerke aufzubauen und die Anliegen der Feuerwehren wirksam auf europĂ€ischer Ebene zu vertreten. Nur gemeinsam können wir die besten Lösungen entwickeln und sie in die Praxis bringen - zum Wohle unserer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger."
Mitgliedsstaaten des Verbandes der Feuerwehren in der EuropÀischen Union
Am Tag der GrĂŒndung haben Vertreterinnen und Vertreter aus den folgenden Nationen ihren Beitritt zum Verband der Feuerwehren in der EuropĂ€ischen Union erklĂ€rt:
Der 3. EuropĂ€ische Feuerwehrgipfel als GrĂŒndungsveranstaltung des Verbandes der Feuerwehren in der EuropĂ€ischen Union fand mit freundlicher UnterstĂŒtzung der Magirus GmbH und MSA Safety im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Bilder der Veranstaltung werden unter https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur VerfĂŒgung gestellt.
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