Berliner SPD beschließt Koalitionsgespräche mit Linke und Grünen
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 18:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBerliner Parteigremien beraten über Regierungsbildung
- Der SPD-Landesvorstand beschloss Gespräche mit Linke und Grünen.
- Die Linke ist als Wahlsiegerin an den geplanten Verhandlungen beteiligt.
- Die Grünen entscheiden am Abend bei einem kleinen Parteitag.
Berliner SPD gibt Weg für Dreierbündnis frei
Die Berliner SPD will mit der Wahlsiegerin Linke und den Grünen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Das beschloss der Landesvorstand, wie die Deutsche Presse-Agentur aus SPD-Kreisen erfuhr.
Grüne beraten am Abend
Die Grünen wollen am Abend bei einem kleinen Parteitag über den Beginn von Koalitionsgesprächen entscheiden. Damit hängt der nächste Schritt des geplanten Bündnisses auch von der Zustimmung der Grünen ab.
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Koalitionsgespräche als nächster Schritt
Mit dem Beschluss beginnt die Phase möglicher Koalitionsverhandlungen. Dabei müssten die Parteien ein gemeinsames Programm und konkrete Vereinbarungen für eine künftige Berliner Regierung aushandeln.
Die Entscheidung der Berliner SPD folgt auf Sondierungen, in denen Linke, Grüne und SPD eine gemeinsame Grundlage für Koalitionsverhandlungen erzielt haben. Damit rückt ein Regierungsbündnis aus den drei Parteien als politische Option in den Mittelpunkt.
Für die SPD ist der Schritt zugleich eine Richtungsentscheidung: Die Partei würde Gespräche mit der Wahlsiegerin Linke aufnehmen und gemeinsam mit den Grünen über ein mögliches Regierungsprogramm verhandeln. Verhandlungen bedeuten jedoch noch keine Einigung. Einzelne Vorhaben, Zuständigkeiten und finanzielle Prioritäten müssten in den kommenden Gesprächen geklärt werden.
Entscheidungen der Parteigremien
Auch die Grünen müssen dem Beginn der Verhandlungen zustimmen. Dafür ist am Montagabend ein kleiner Parteitag vorgesehen. Die unterschiedlichen Abstimmungsformate zeigen, dass die drei Parteien ihre internen Verfahren getrennt durchführen.
Politisch entscheidend wäre ein solches Bündnis für die künftige Ausrichtung Berlins, weil Linke, Grüne und SPD gemeinsame Mehrheiten organisieren müssten. Für die Berlinerinnen und Berliner würden die Koalitionsgespräche vor allem dann konkret, wenn sie sich auf Bereiche wie Wohnen, Verkehr, Haushalt und Verwaltung auswirken. Zunächst steht jedoch die Zustimmung der beteiligten Parteigremien im Vordergrund.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: „Kritik an Rot-Grün-Rot in Berlin: "Ich habe noch erhebliche Zweifel"“ (19.10.2026)
Der Beitrag habe über die geplanten Entscheidungen von SPD und Grünen zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen berichtet und zugleich kritische Stimmen innerhalb der SPD beleuchtet. Damit bestätige er den Verfahrensstand, setze aber einen stärkeren Schwerpunkt auf innerparteiliche Vorbehalte.
Stern: „Berliner Regierung: Graf erwartet Zustimmung für Koalitionsverhandlungen“ (19.10.2026)
Der Artikel habe die erwartete Zustimmung und den für den Abend angesetzten kleinen Parteitag der Grünen in den Mittelpunkt gestellt. Beide Beiträge bestätigten damit den nächsten Verfahrensschritt; offen bleibe zunächst, ob alle beteiligten Gremien zustimmen und wie die Verhandlungen inhaltlich verlaufen würden.
