Ărztetag berĂ€t ĂŒber bessere Patienten-Steuerung
25.04.2024 - 15:05:58Deutschland sei das einzige Land, in dem der Patient ausschlieĂlich und allein darĂŒber entscheide, welche Versorgungsebene er bei einer Beschwerde in Anspruch nehme, sagte ĂrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt am Donnerstag in Berlin. Beim Ărztetag solle daher darĂŒber diskutiert werden, wie eine stĂ€rkere Steuerung organisierbar sei. Dies könne dafĂŒr sorgen, nicht Notwendiges zu vermeiden und Ressourcen sinnvoller einzusetzen.
Reinhardt nannte als mögliche Instrumente eine Bindung an eine steuernde Arztpraxis oder eine koordinierende Funktion von FachĂ€rzten sowie mehr Vernetzung. Zu Ideen fĂŒr eine Art PraxisgebĂŒhr Ă€uĂerte er sich zurĂŒckhaltend. PrimĂ€r sei, dass fĂŒr Patientinnen und Patienten ein leicht verstĂ€ndliches und leicht erreichbares Angebot in der Regel- und Notfallversorgung existieren mĂŒsse. Wenn sich jemand dann an Zugangsformen halte, wĂ€re es als ein Anreiz vorstellbar, dass man zĂŒgig im System versorgt werde. Wenn jemand Angebote, die eine Weiterbehandlung organisieren, kontinuierlich missachte, könnte er sich vorstellen, dass man irgendwann einmal auch wirtschaftlich in sozialvertrĂ€glichem Umfang sanktioniert werde.
Der 128. Deutsche Ărztetag findet vom 7. bis 10. Mai in Mainz statt. Zur Eröffnung wird unter anderem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet.

