Hochschulabschluss hÀngt stark vom Elternhaus ab
20.06.2024 - 11:12:38 | dpa.de
Kinder von Akademikern haben deutlich hĂ€ufiger einen Hochschulabschluss als diejenigen von Nicht-Akademikern. Mehr als die HĂ€lfte (56 Prozent) der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren, von denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hatte, verfĂŒgte 2021 selbst ĂŒber einen Hochschulabschluss, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
In dieser Bevölkerungsgruppe war die Hochschulabschlussquote damit dreimal so hoch wie bei jenen Menschen, deren Eltern maximal einen beruflichen Abschluss oder die Hochschulreife hatten (19 Prozent) und fast fĂŒnfmal so hoch wie bei Menschen mit formal gering qualifizierten Eltern (12 Prozent).
Als formal gering qualifiziert gilt nach Angaben des Bundesamtes, wer weder ĂŒber einen beruflichen Abschluss noch die Hochschulreife, sondern maximal ĂŒber einen Haupt- oder Realschulabschluss verfĂŒgt. 2022 traf das auf 2,8 Millionen Menschen (17 Prozent) im Alter von 25 bis unter 65 Jahren in Deutschland zu. Kinder von formal gering qualifizierten Eltern waren im Erwachsenenalter demnach zu 40 Prozent selbst formal gering qualifiziert.
Unterschiede im Bildungsstand der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zwischen 25 und 65 Jahren zeigten sich auch mit Blick auf deren Einwanderungsgeschichte, berichten die Statistiker. In Deutschland geborene Nachkommen von zwei zugewanderten Eltern hatten im Jahr 2022 zwar seltener einen Hochschulabschluss (19 Prozent) als Menschen ohne Einwanderungsgeschichte (25 Prozent) und waren hĂ€ufiger formal gering qualifiziert (23 Prozent gegenĂŒber 10 Prozent). Diese Unterschiede lieĂen sich jedoch vollstĂ€ndig durch den im Durchschnitt niedrigeren Bildungsstand der zugewanderten Eltern erklĂ€ren, erklĂ€rt das Bundesamt weiter.
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