1:0 gegen Union: Wolfsburg schafft ersten Heimsieg
23.11.2024 - 17:35:12 | dpa.de
Einen Monat vor Weihnachten hat der VfL Wolfsburg endlich den ersten Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison geschafft. Ein Tor von Ridle Baku in der 71. Minute bescherte den «Wölfen» am Samstag einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin.
Obwohl die Saison bislang enttÀuschend verlÀuft und die Probleme im Spiel nach vorn auch diesmal sichtbar wurden, liegt der VfL in der Tabelle auf einmal nur noch einen Punkt hinter den Berlinern und zwei hinter einem Europa-League-Platz. Der ist das erklÀrte Saisonziel des Volkswagen-Clubs.
Trotzdem muss sich der VfL noch erheblich steigern, um diesen Ambitionen gerecht zu werden. Den 23.861 Zuschauern in der Volkswagen Arena verlangte er auch am Samstag eine gehörige Geduldsprobe ab.
Trotz klarer Ăberlegenheit und einer Ballbesitzquote von zeitweise 69 Prozent schafften es die Wolfsburger zumindest 70 Minuten lang nicht, die Berliner ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Ein harmloser Abschluss von Tiago Tomas (25.), ein abgeblockter Nachschuss des Portugiesen (33.) und ein Schuss ans AuĂennetz des spĂ€teren TorschĂŒtzen Baku (37.): Das war das Einzige, was in der ersten Halbzeit nach 45-minĂŒtigem Wolfsburger Anrennen an halbwegs gefĂ€hrlichen Aktionen heraussprang.
Das Spiel der «Wölfe» ist unter Trainer Ralph HasenhĂŒttl ausschlieĂlich auf Balleroberung und schnelles Umschalten angelegt. Zieht sich ein Gegner wie Union mit fĂŒnf Abwehrspielern weit in die eigene HĂ€lfte zurĂŒck und ĂŒberlĂ€sst dem VfL den Ball, fĂ€llt diesem kaum etwas damit ein. Dieses Problem besteht seit dem Beginn der Saison. Doch abstellen konnte es der österreichische Coach bis jetzt nicht.
Union hat die besseren Chancen
HasenhĂŒttl wechselte in der zweiten Halbzeit Jonas Wind und den lange verletzten NationalstĂŒrmer Lukas Nmecha ein, um etwas mehr Durchschlagskraft zu erzeugen. Der DĂ€ne Wind war auch prompt an Bakus Siegtreffer beteiligt.
Ansonsten hatten die Berliner die besseren Chancen in diesem Spiel. Obwohl sie lange Zeit nur mit Verteidigen beschĂ€ftigt waren, vergab StĂŒrmer Jordan schon in der sechsten Minute eine gute Kopfballchance. Nach der Pause kamen weitere gute Möglichkeiten fĂŒr Aljoscha Kemlein (60.) und erneut Jordan (74.) hinzu.
FĂŒr Union war es ein Nachmittag zum Vergessen - und das nicht nur wegen der am Ende bestraften PassivitĂ€t auf dem Platz. Abwehrspieler Diogo Leite musste mit einer FuĂverletzung schon frĂŒh ausgewechselt werden (9.). Und Berliner Fans lieferten sich schon vor dem Anpfiff eine SchlĂ€gerei mit der Wolfsburger Polizei.
Direkt am Stadioneingang fĂŒr die GĂ€steanhĂ€nger kam es zu der Auseinandersetzung, ĂŒber die es in den sozialen Netzwerken unterschiedliche Versionen gibt. Die Polizei schrieb von «tĂ€tlichen Angriffen auf EinsatzkrĂ€fte, von denen einige leicht verletzt wurden». Die Fanhilfe des 1. FC Union berichtet wiederum von einem Â«ĂŒberzogenen Einsatz der Polizei» und dem Einsatz von Pfefferspray inmitten einer Menschengruppe.
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