Borussia Mönchengladbach trennt sich nach Fehlstart von Trainer Eugen Polanski
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 10:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBorussia Mönchengladbach hat sich nach ĂŒbereinstimmenden Medienberichten von Cheftrainer Eugen Polanski getrennt.
Entscheidung nach 0:5 in Freiburg
Die Trennung soll beim weiterhin punktlosen FuĂball-Bundesligisten einen Tag nach der 0:5-Niederlage beim SC Freiburg erfolgt sein. ZunĂ€chst hatte die "Rheinische Post" berichtet, dass Polanski seinen RĂŒcktritt erklĂ€rt und diesen bereits der Mannschaft mitgeteilt habe. Im Laufe des Sonntags wird mit einer offiziellen BestĂ€tigung des Vereins gerechnet.
Lichte ĂŒbernimmt zunĂ€chst interimsweise
ZunĂ€chst soll Co-Trainer Jan-Moritz Lichte den Trainerposten interimsweise ĂŒbernehmen und beim kommenden Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 an der Seitenlinie stehen. Der 46-JĂ€hrige war im Sommer aus dem Nachwuchsbereich von Manchester City an den Niederrhein gewechselt und gehört seitdem zum Trainerteam der Gladbacher.
Erneuter Trainerwechsel nach nur drei Spielen
Der Schritt erinnert an die Vorsaison, als sich Borussia Mönchengladbach ebenfalls nach nur drei Spieltagen von Coach Gerardo Seoane getrennt hatte. Vor fast genau einem Jahr hatte der damals 40 Jahre alte Polanski, zuvor Trainer des Regionalligateams des Klubs, die Profimannschaft ĂŒbernommen. Die vergangene Saison beendeten die Gladbacher schlieĂlich auf Tabellenplatz zwölf.
Zweifel im Umfeld und Aufsichtsgremium
Wie zuvor bei Seoane war die Borussia trotz erheblicher Zweifel im Umfeld und in Teilen des Aufsichtsrats mit Polanski als bereits angezĂ€hltem Trainer in die neue Saison gestartet. Die damalige Entscheidung fĂŒr Seoane hatte Sportchef Roland Virkus verantwortet, der wenig spĂ€ter seinen Posten rĂ€umen musste. Nun steht sein Nachfolger Rouven Schröder erneut vor der Aufgabe, einen neuen Chefcoach zu finden.
Umbau und Verletzungspech belasten Start
Nach der enttĂ€uschenden Vorsaison hatte Schröder den Kader und das Trainerteam um Polanski deutlich umgebaut, statt sich von ihm zu trennen. Insgesamt elf NeuzugĂ€nge sollten die Hoffnung auf eine bessere Spielzeit ohne Abstiegssorgen nĂ€hren. Nach drei Auftaktpleiten ist jedoch ErnĂŒchterung eingekehrt, zumal der Auftritt in Freiburg wie der eines Abstiegskandidaten wirkte.
Personalsorgen verstÀrken Druck
ZusĂ€tzlich erschweren zahlreiche AusfĂ€lle den Saisonstart. Polanski hatte mit erheblichem Verletzungspech zu kĂ€mpfen, aktuell fallen fĂŒnf Spieler teils schwer verletzt aus. Die Kombination aus personellen Problemen, tiefgreifendem Kaderumbau und schwachem Start erhöht den Druck auf Verein und Mannschaft â und macht die Suche nach einer tragfĂ€higen Trainerlösung fĂŒr Borussia Mönchengladbach besonders dringlich.
Trainerwechsel unter Erfolgsdruck
Der frĂŒhzeitige Abschied von Eugen Polanski verdeutlicht den hohen Druck, unter dem Bundesliga-Trainer bereits zu Saisonbeginn stehen. Drei Niederlagen ohne Punktgewinn und ein 0:5 in Freiburg reichen in der aktuellen Wettbewerbssituation offenbar aus, um grundlegende Personalentscheidungen zu treffen. FĂŒr Borussia Mönchengladbach ist ein Fehlstart besonders heikel, weil der Klub nach einer schwankenden Vorsaison wieder Anschluss an das obere Mittelfeld finden wollte.
Strukturelle Probleme und Kaderumbau
Die Entscheidung fĂ€llt in eine Phase tiefgreifender VerĂ€nderungen im Verein. Sportchef Rouven Schröder hat den Kader und das Trainerteam im Sommer deutlich umgebaut, in der Hoffnung auf mehr StabilitĂ€t und Perspektive. Dass nun erneut ein Trainer nach nur drei Spielen geht, legt nahe, dass die sportlichen Probleme ĂŒber einzelne Personalfragen hinausgehen. Verletzungspech, elf NeuzugĂ€nge und ein verĂ€ndertes Trainerstab-GefĂŒge erschweren einen stabilen Saisonstart, gleichzeitig erwarten Umfeld und Gremien sichtbare Fortschritte gegenĂŒber der letzten Spielzeit.
Folgen fĂŒr Verein und Liga
FĂŒr Gladbach bedeutet der erneute frĂŒhe Trainerwechsel, dass der Verein kurzfristig eine Lösung finden muss, die sowohl die Mannschaft stabilisiert als auch zum strategischen Umbau passt. Co-Trainer Jan-Moritz Lichte soll zunĂ€chst Verantwortung ĂŒbernehmen, steht aber vor der Aufgabe, eine verunsicherte und personell geschwĂ€chte Mannschaft in kurzer Zeit neu zu ordnen. FĂŒr die Bundesliga unterstreicht der Vorgang, wie schnell sich die Ausgangslage nach wenigen Spieltagen verĂ€ndern kann: Die Trainerposition bleibt ein neuralgischer Punkt, an dem sich Erwartungsdruck, wirtschaftliche Interessen und sportliche Perspektive unmittelbar bĂŒndeln.
