Borussia Mönchengladbach kurz vor Trainerdeal mit Alexander Blessin
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 10:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Borussia Mönchengladbach steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge kurz vor der Verpflichtung von Trainer Alexander Blessin.
Fortgeschrittene Gespräche mit FC St. Pauli
Der Fußball-Bundesligist befindet sich nach Angaben der Rheinischen Post in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Blessins bisherigem Club FC St. Pauli über die Freigabe des Coaches. Dem Bericht zufolge laufen die letzten Gespräche, damit der 53-Jährige bis spätestens Mittwoch offiziell vorgestellt werden kann. Auch andere Medien wie die Bild-Zeitung und der Bezahlsender Sky haben über Blessin als Favoriten auf den Trainerposten bei den Gladbachern berichtet.
Schröder bestätigt mündliche Einigung
Sportchef Rouven Schröder hatte bereits nach der 3:4-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 in der Bundesliga erklärt, man habe mit einem Trainer eine mündliche Einigung erzielt. Zugleich schloss er den früheren Bremer Trainer Horst Steffen und Christian Titz, von dem sich Hannover 96 kürzlich getrennt hatte, als Kandidaten für den Posten aus. Der neue Coach solle nach Schröders Worten Erfahrung mitbringen und gezeigt haben, dass er mit schwierigen Situationen umgehen kann.
Blessins bisherige Station FC St. Pauli
Blessin war zuvor zwei Jahre Trainer des FC St. Pauli. Mit den Kiezkickern schaffte er in der Saison 2024/25 als Aufsteiger den Klassenerhalt in der Bundesliga. In der darauffolgenden Spielzeit stieg St. Pauli nach einer Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg am letzten Spieltag wieder aus der Bundesliga ab. Trotz des Abstiegs wird Blessins Arbeit in Hamburg mit Blick auf seine Fähigkeit, ein Team durch Druckphasen zu führen, als wichtige Referenz gesehen.
Start in Gladbach während Länderspielpause
Für seinen neuen Job in Mönchengladbach würde Blessin während der dreiwöchigen Länderspielpause übernehmen und dadurch zusätzliche Zeit für die Eingewöhnung in Verein und Mannschaft erhalten. Nach der Pause stünde unmittelbar eine große Bewährungsprobe an: Im nächsten Bundesliga-Spiel tritt Borussia Mönchengladbach im Rheinderby auswärts beim 1. FC Köln an. Das Duell könnte zum Gradmesser für den erhofften sportlichen Aufschwung werden.
Gladbach nach Fehlstart unter Zugzwang
Die Ausgangslage für Blessin wäre anspruchsvoll. Gladbach hat die ersten vier Saisonspiele verloren und steht mit null Punkten am Tabellenende. Nach der deutlichen 1:5-Niederlage beim SC Freiburg am dritten Spieltag hatte der Club Trainer Eugen Polanski entlassen. Beim anschließenden Spiel gegen Mainz betreute Interimstrainer Jan-Moritz Lichte die Mannschaft. Vor diesem Hintergrund soll der neue Cheftrainer nun eine Trendwende einleiten und die Mannschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.
Neue Richtung für Borussia Mönchengladbach
Die geplante Verpflichtung von Alexander Blessin als Trainer von Borussia Mönchengladbach fällt in eine Phase großer sportlicher Unsicherheit für den Club. Nach vier Niederlagen zu Saisonbeginn und dem letzten Tabellenplatz steht der Verein unter erheblichem Druck, seine sportliche Ausrichtung zu schärfen und die Mannschaft zu stabilisieren. Die Suche nach einem neuen Coach während der Länderspielpause zeigt, dass die Verantwortlichen eine schnelle, aber zugleich durchdachte Lösung anstreben.
Trainerprofil und bisherige Erfahrungen
Blessin bringe vor allem Erfahrung aus herausfordernden Situationen mit, wie seine Zeit beim FC St. Pauli belegt. Dort gelang ihm nach dem Aufstieg der Klassenerhalt, bevor der Club in der darauffolgenden Saison am letzten Spieltag aus der Bundesliga abstieg. Für Gladbach ist diese Vita von Bedeutung: Der Verein befindet sich in einer sportlichen Krisenlage und braucht einen Trainer, der mit Drucksituationen, Umbrüchen und verunsicherten Teams umgehen kann. Die gezielte Abgrenzung von anderen Kandidaten durch Sportchef Rouven Schröder deutet darauf hin, dass Blessins Profil als besonders passend bewertet wird.
Bedeutung des Rheinderbys und Perspektiven
Der Einstieg mit einem Rheinderby beim 1. FC Köln verleiht der möglichen Trainerverpflichtung zusätzliche Brisanz. Ein Erfolg im Derby hätte Signalwirkung für Fans, Mannschaft und Umfeld und könnte den Neustart unter Blessin entscheidend prägen. Zugleich bleibt die Aufgabe langfristig: Gladbach muss nicht nur Punkte holen, sondern auch ein stabiles Spielsystem und Vertrauen zurückgewinnen. Die dreiwöchige Länderspielpause bietet dafür einen seltenen zeitlichen Spielraum, um Trainingsinhalte zu vertiefen, Hierarchien zu klären und den Kader an Blessins Vorstellungen anzupassen. Für die Anhänger des Vereins ist dieser Schritt deshalb mehr als ein bloßer Trainerwechsel, sondern ein möglicher Wendepunkt der Saison.
