Brandenburger Tor, Israel-Gedenken

Brandenburger Tor leuchtet zum 7. Oktober in Israels Farben

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 20:22 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Zum dritten Jahrestag des Hamas-Anschlags wird in Berlin an die Opfer erinnert. Parallel finden pro-palästinensische Versammlungen statt, während die Polizei mit einem Großaufgebot für Sicherheit sorgt.

Brandenburger Tor in den Farben Israels angestrahlt
Brandenburger Tor in den Farben von Israel am 07.10.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Das Brandenburger Tor in Berlin ist am Mittwochabend aus Solidarität mit Israel in den Farben des Landes angestrahlt worden. Anlass war der dritte Jahrestag des Hamas-Anschlags vom 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel direkt getötet wurden.

Israelischer Botschafter vor Ort

Der israelische Botschafter Ron Prosor und sein Stellvertreter Guy Gilady waren am Abend auf dem Pariser Platz anwesend. Die Beleuchtung des Wahrzeichens setzte ein sichtbares Zeichen des Gedenkens und der Solidarität mit Israel.

Pro-palästinensische Demonstrationen in Berlin

Gleichzeitig fanden in Berlin mehrere pro-palästinensische Demonstrationen statt. Dabei wurde daran erinnert, dass durch den israelischen Militärschlag als Antwort auf den 7. Oktober mehr als 70.000 Menschen im Gazastreifen ums Leben kamen.

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Die Berliner Polizei war an verschiedenen Orten mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Sicherheitsmaßnahmen sollten die unterschiedlichen Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen begleiten.

Die Beleuchtung des Brandenburger Tors steht im Zentrum eines Tages, an dem in Berlin unterschiedliche Formen des Gedenkens und des Protests zusammenkommen. Neben der Projektion der israelischen Flagge sind zentrale Gedenkveranstaltungen am Bebelplatz, eine Installation mit Fotografien der Opfer am Pariser Platz und ein religionsübergreifender Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vorgesehen.

Die Berliner Polizei begleitet die Veranstaltungen mit einem Großaufgebot. Für den 7. Oktober waren zehn Versammlungen angemeldet, darunter acht Kundgebungen zur Solidarität mit Israel und zwei pro-palästinensische Veranstaltungen. Damit wird die Stadt zugleich zum Schauplatz der Erinnerung an den Hamas-Angriff und der Auseinandersetzung über Israels militärisches Vorgehen im Gazastreifen.

Gedenken und Protest im selben Stadtraum

Die räumliche Nähe der Veranstaltungen erhöht die Anforderungen an den Schutz der Teilnehmenden und an die Trennung unterschiedlicher Demonstrationszüge. Besonders im Blick stehen Aufrufe, die den Hamas-Angriff sprachlich verherrlichen; die Berliner Behörden ermitteln hierzu wegen des Verdachts der Gewaltverherrlichung.

Der Jahrestag macht außerdem sichtbar, wie stark die politische Bewertung des Nahostkonflikts auseinandergeht. Für jüdische Gemeinden und Unterstützer Israels steht die Erinnerung an die rund 1.200 Getöteten und die Verschleppung von Geiseln im Vordergrund. Pro-palästinensische Gruppen verweisen dagegen auf die hohe Zahl der Todesopfer im Gazastreifen. Für die Berliner Öffentlichkeit bedeutet das einen Tag mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, Verkehrsbeeinträchtigungen und hoher politischer Spannung.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

rbb24: „Hamas-Angriff vor drei Jahren: Gedenken in Berlin und Brandenburg“ (07.10.2026)

Der rbb berichtet über die Gedenkveranstaltungen, die Projektion der israelischen Flagge und den Einsatz von rund 1.000 Polizeikräften. Einen Schwerpunkt setzt der Beitrag auf die angemeldeten pro-palästinensischen Versammlungen und Ermittlungen wegen Gewaltverherrlichung.

taz: „Jahrestag 7. Oktober in Berlin: Gedenken, Gebete, Demonstrationen“ (07.10.2026)

Die taz bestätigt die Projektion am Brandenburger Tor und beschreibt das zentrale Gedenken sowie den religionsübergreifenden Gottesdienst. Anders als der rbb legt der Beitrag zusätzlichen Fokus auf die Verlegung einer pro-palästinensischen Demonstration und die im Internet verbreiteten Gewaltaufrufe.

Beide Beiträge stimmen beim Gedenken am 7. Oktober, der Flaggenprojektion und den parallelen Demonstrationen überein. Unterschiede bestehen vor allem bei der Gewichtung von Sicherheitsmaßnahmen, Gedenkformaten und den behördlichen Ermittlungen.

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