Woidke, PlÀne

Woidke kritisiert PlÀne der Bundesregierung zur Haushaltsanierung

29.12.2023 - 05:00:00

Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) ĂŒbt klare Kritik an den PlĂ€nen der Bundesregierung zur Sanierung des Bundeshaushalts und fordert ein Mitspracherecht der BundeslĂ€nder.

"Wir brauchen wieder Spielraum im Bundeshaushalt, damit der Staat handlungsfĂ€hig bleibt", sagte der MinisterprĂ€sident der "Welt" (Freitagsausgaben). "Aber mehrere Maßnahmen, die derzeit auf dem Tisch von Kabinett und Bundestag liegen, um den Haushalt in Ordnung zu bringen, sehe ich kritisch."

Ein Beispiel sei die Anhebung der CO2-Bepreisung. "So, wie es jetzt geplant ist, halte ich die CO2-Bepreisung fĂŒr einen Fehler. Pendler beispielsweise in einem FlĂ€chenland wie Brandenburg haben nicht die Möglichkeit zu sagen, ich verzichte einfach mal aufs Auto und fahre mit der Bahn", erklĂ€rte Woidke. Das funktioniere in Berlin, aber nicht in Brandenburg. "Die Menschen dort wĂŒrden dafĂŒr bestraft, dass sie jeden Tag 40 oder 50 Kilometer zur Arbeit fahren mĂŒssen, weil mit dem höheren CO2-Preise der Spritpreis steigt", sagte Woidke, der auch Vorsitzender der SPD Brandenburgs ist. "Hier ist dringend eine Korrektur der PlĂ€ne der Bundesregierung nötig. Pendler, die lange Strecken zur Arbeit fahren, brauchen einen Ausgleich." Der MinisterprĂ€sident lehnt auch die PlĂ€ne ab, Agrardiesel zu verteuern - die Zeche wĂŒrden die Verbraucher zahlen. "Ich kann bei den PlĂ€nen, Agrardiesel zu verteuern, kein strategisches Ziel erkennen, keine Absicht, lenkend einzugreifen. Es geht ganz offensichtlich nur darum, eine Geldquelle fĂŒr den Bundeshaushalt zu erschließen. Und das auf dem RĂŒcken der Landwirte. Das halte ich fĂŒr falsch, auch deshalb, weil diese Kostensteigerung am Ende auf dem Teller der Verbraucher landet", so Woidke. Er fordert, dass die LĂ€nder in die Haushaltssanierung eingebunden werden. "Ich sehe die PlĂ€ne der Bundesregierung zur Haushaltssanierung kritisch und erwarte, dass die MinisterprĂ€sidenten stĂ€rker in diese Diskussion einbezogen werden. Bisher ist das nicht der Fall." Es sei nötig, dass "die Bundesregierung in der Frage der Haushaltssanierung auf die MinisterprĂ€sidenten zugeht und dass man uns informiert, sich mit uns abstimmt und das möglichst, bevor BeschlĂŒsse gefasst werden", forderte Woidke.

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