Woidke, SPD-Chef

Woidke als SPD-Chef in Brandenburg bestÀtigt

21.06.2025 - 12:32:13

Brandenburgs MinisterprĂ€sident Woidke ist der am lĂ€ngsten amtierende SPD-Landesvorsitzende in Deutschland. Seine Partei hat ihn bestĂ€tigt. Wie groß ist der RĂŒckhalt in schwieriger Zeit?

Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke ist als SPD-Landeschef im Amt bestĂ€tigt worden - mit etwas weniger RĂŒckenwind als vor zwei Jahren. Der 63-JĂ€hrige erhielt beim SPD-Landesparteitag in Cottbus 84,9 Prozent der Stimmen, vor zwei Jahren waren es 90,8 Prozent. Das war damals sein zweitbestes Ergebnis als SPD-Landesvorsitzender. 

FĂŒr Woidke votierten 107 der 126 Delegierten, 14 stimmten mit Nein und 5 enthielten sich. Woidke ist seit 2013 im Amt und damit der am lĂ€ngsten amtierende SPD-Landesvorsitzende. Er löste 2013 Matthias Platzeck ab. Im Jahr 2021 erhielt Woidke bei der Wiederwahl 84,4 Prozent. 

Woidke hĂ€lt AfD-Verbotsverfahren fĂŒr richtig - sieht aber HĂŒrden

Der Regierungschef sprach sich in seiner Rede fĂŒr ein AfD-Verbotsverfahren aus, wenn Gerichte die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextrem bestĂ€tigt hĂ€tten. Er nannte diese Einstufung auf Bundes- und Landesebene nachvollziehbar und konsequent. Er rĂ€umte aber ein: «Es wird ein langer, ein steiniger, ein schwieriger politischer und juristischer Weg.»

Woidke verurteilte nach dem Angriff auf ein Demokratiefest in Bad Freienwalde mit zwei Verletzten Hass und Hetze. «Wir mĂŒssen die Menschen schĂŒtzen, die sich fĂŒr Freiheit und Demokratie engagieren», sagte Woidke. Er nannte StabilitĂ€t und Sicherheit als seine wichtigsten Ziele.

Brief von Ex-Innenministerin

Die Brandenburger SPD, die seit 35 Jahren in Brandenburg den Regierungschef stellt, hat turbulente Wochen hinter sich. Ex-Innenministerin Katrin Lange, die im Mai zurĂŒckgetreten war, kritisierte den Umgang von Parteifreunden mit ihr in einem offenen Brief an den Parteitag als unertrĂ€glich und sprach von Intrigen. Die scheidende Vize-Landeschefin warnte vor schweren Zeiten fĂŒr die SPD, wenn Debatten nicht mit mehr Anstand gefĂŒhrt wĂŒrden und es mehr Offenheit fĂŒr andere Meinungen gebe. Lange war nicht beim Parteitag anwesend.

@ dpa.de