Brasilien, Weltpolitik

Brasiliens PrĂ€sident: Reiche LĂ€nder mĂŒssen Klimaschulden bezahlen

06.11.2025 - 08:00:00

Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva hat vor der UN-Klimakonferenz die reichen LĂ€nder aufgefordert, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfĂŒllen.

In einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) schreibt Lula, um der Klimakrise gemeinsam zu begegnen, seien Ressourcen erforderlich. "Wir mĂŒssen anerkennen, dass das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten nach wie vor die unverhandelbare Grundlage jedes Klimapakts ist." Damit wendet sich der Gastgeber der COP30, die kommende Woche im brasilianischen BelĂ©m ausgerichtet wird, gegen RĂŒckzugstendenzen in Industriestaaten.

Allen voran die USA haben angekĂŒndigt, keine Delegation zur Konferenz in Brasilien zu entsenden. Lula schreibt weiter: "Deshalb fordert der Globale SĂŒden einen besseren Zugang zu Ressourcen - nicht als WohltĂ€tigkeit, sondern aus Gerechtigkeit. Die reichen LĂ€nder haben am meisten von der kohlenstoffbasierten Wirtschaft profitiert. Sie mĂŒssen sich nun ihrer Verantwortung stellen, nicht nur, indem sie Verpflichtungen eingehen, sondern auch durch die Begleichung ihrer Schulden." Brasiliens PrĂ€sident kĂŒndigte an, sich auf der COP30 fĂŒr die Schaffung eines UN-Klimarats einsetzen, der mit der Generalversammlung verbunden ist. "Dies wĂ€re eine neue Governance-Struktur mit der Kraft und LegitimitĂ€t, um sicherzustellen, dass die LĂ€nder ihre Versprechen einhalten, und ein wirksamer Schritt zur Überwindung der derzeitigen LĂ€hmung des multilateralen Systems", heißt es in dem Beitrag weiter.

@ dts-nachrichtenagentur.de