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Wer bestellt, bezahlt: Bund und LĂ€nder beschließen Finanzreform

25.06.2026 - 19:53:23 | dts-nachrichtenagentur.de

Bund und LÀnder haben sich auf der MinisterprÀsidentenkonferenz am Donnerstag darauf geeinigt, den Finanzfluss untereinander und mit den Kommunen neu zu ordnen.Ab dem 1.

Wer bestellt, bezahlt: Bund und LĂ€nder beschließen Finanzreform
Nachrichten - Olaf Lies, Friedrich Merz, Gordon Schnieder am 25.06.2026 25.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
September gelte stÀrker das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Abend nach der "MPK" im Kanzleramt. Er sprach von einem "neuen Kapitel der föderalen, kollegialen und kooperativen Zusammenarbeit".

Der Beschluss zur sogenannten "VeranlassungskonnexitĂ€t" beinhaltet, dass der Bund bei GesetzesĂ€nderungen mit zusĂ€tzlichen Lasten fĂŒr LĂ€nder und Kommunen ĂŒber einer "Bagatellgrenze" von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr 80 Prozent davon ĂŒbernehmen muss.

Damit werde erstmalig eine KonnexitĂ€tsregelung zwischen Bund und LĂ€ndern fĂŒr große Gesetzesvorhaben geschaffen, hieß es. Die neue Finanzvereinbarung könne den Kommunen bereits im kommenden Jahr Entlastungen von rund drei Milliarden Euro bringen. Dieser Betrag werde in den Folgejahren weiter anwachsen.

Bundeskanzler Merz verwies zudem auf das neue "Infrastruktur-Zukunftsgesetz". Nach der geplanten Zustimmung des Bundesrates sollen Genehmigungsverfahren fĂŒr große Infrastrukturprojekte deutlich beschleunigt werden. "Wir haben nicht nur Geld, wir haben jetzt auch die Mittel, dieses Geld schnell umzusetzen in gute Infrastruktur", sagte der Kanzler.

Auch der "Pakt fĂŒr den Rechtsstaat" wurde von der MinisterprĂ€sidentenkonferenz auf den Weg gebracht. Geplant sind zusĂ€tzliche Investitionen in Digitalisierung, Verfahrensbeschleunigung und Personal. Vorgesehen sind bundesweit 2.000 zusĂ€tzliche Stellen fĂŒr Richter und StaatsanwĂ€lte. Ein Teil der Mittel soll zudem in die IT-Infrastruktur und unterstĂŒtzendes Personal fließen.

Mit Blick auf die Reform der Rentenversicherung warb der Kanzler dafĂŒr, die VorschlĂ€ge der Alterssicherungskommission als Gesamtpaket zu betrachten. Einzelne Maßnahmen dĂŒrften nicht vorzeitig öffentlich infrage gestellt werden. Die Kommission hatte ihre Empfehlungen Anfang der Woche vorgestellt. Die Umsetzung soll nun in den politischen Beratungen der kommenden Wochen konkretisiert werden.

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