Bund, LĂ€nder Bund und LĂ€nder streiten weiter ĂŒber Digitalpakt 2.0
30.07.2024 - 15:14:14
Bund und LĂ€nder streiten sich weiter um den sogenannten "Digitalpakt 2.0", also eine Fortsetzung des im Mai ausgelaufenen Programms, mit dem die Schulen digitalisiert werden sollen.
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) verschickte am Dienstag nach Ablauf einer Frist einen Brief an KMK-PrÀsidentin Christine Streichert-Clivot (SPD), in dem sie von den LÀndern mehr eigene Beteiligung fordert. Der Dienst "Table Media" hat das Schreiben veröffentlicht.
Darin weist die Bundesbildungsministerin zunĂ€chst darauf hin, dass die Summe der abgerufenen Mittel in den Jahren 2022 bis 2024 deutlich unter den ursprĂŒnglich angemeldeten BetrĂ€gen gelegen habe. Einerseits, so geht es aus dem Schreiben hervor, hĂ€tten die "bestĂ€ndigen massiven Abweichungen" natĂŒrlich Einfluss auf die weitere Haushaltsplanung, andererseits stehen die bislang nicht abgerufenen Mittel "grundsĂ€tzlich auch zur Finanzierung eines möglichen Digitalpakt 2.0 zur VerfĂŒgung", so Stark-Watzinger.
Letztlich fordert die Bundesbildungsministerin aber von den LĂ€ndern mehr finanziellen Einsatz: Sie erwarte "von den LĂ€ndern die Bereitschaft der hĂ€lftigen Finanzierung des Digitalpakt 2.0 (50:50-Finanzierung) sowie Aussagen darĂŒber, in welcher Höhe sich die LĂ€nder an der Finanzierung des Digitalpakt 2.0 beteiligen werden, ohne die Kommunen zusĂ€tzlich zu belasten".
Dies sei im Ăbrigen auch "entsprechend der verfassungsrechtlichen Vorgaben zwingend".
Die LĂ€nder sollten deswegen "zeitnah" eine "entsprechende Aufstellung" ĂŒbermitteln, "welchen finanziellen Gesamtrahmen sich die LĂ€nder in ihren jeweiligen HaushaltsplĂ€nen fĂŒr die nĂ€chsten Jahre vorgestellt haben", so die Bundesbildungsministerin.
Am Donnerstag und Freitag dieser Woche treffen sich Vertreter von Bund und LĂ€ndern, um auf Arbeitsebene weiter ĂŒber das Thema zu debattieren. "Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, dass wir wie vereinbart in der nĂ€chsten StaatssekretĂ€rs-Runde Mitte September die wichtigen politischen und finanziellen KlĂ€rungspunkte angehen und bis dahin die Fachebene die redaktionelle und fachliche Arbeit in gewohnt guter Weise fortsetzt", schreibt Stark-Watzinger in ihrem Brief an die KMK-PrĂ€sidentin.