Wissing, Bretter

Wissing: Noch dicke Bretter bei Digitalisierung der Verwaltung

14.05.2024 - 14:23:57

Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) hat mehr Anstrengungen bei der Digitalisierung der Verwaltung gefordert und die LĂ€nder vor einer Blockadehaltung gewarnt.

Deutschland sei in den vergangenen zwei Jahren spĂŒrbar digitaler geworden, erklĂ€rte der FDP-Politiker am Dienstag. "Wir mĂŒssen jetzt das hohe Tempo halten, um alle Ziele zu erreichen. Gerade bei der Verwaltungsdigitalisierung sind noch dicke Bretter zu bohren." Der Bund sei auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit LĂ€ndern und Kommunen angewiesen. "Blockadehaltungen" wie beim Onlinezugangsgesetz gefĂ€hrdeten den Fortschritt. "Alle staatlichen Ebenen in unserem Land mĂŒssen Digitalisierung zu ihrer PrioritĂ€t machen."

Die Reform des Onlinezugangsgesetzes steckt im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Das Gesetz war im MĂ€rz im Bundesrat gescheitert. Es bezieht sich auf Bundesverwaltungen, soll aber auch auf die BundeslĂ€nder und Kommunen ausstrahlen. Das Gesetz sieht vor, dass Bund und LĂ€nder in einem gemeinsamen Gremium in den kommenden zwei Jahren Standards entwickeln, die fĂŒr alle verbindlich sind. Damit soll auch verhindert werden, dass in den Verwaltungen mehrfach Software entwickelt wird, um dasselbe Problem zu lösen.

In einem Zwischenbericht zu einer im August 2022 verabschiedeten Digitalstrategie der Bundesregierung wird von Fortschritten gesprochen. Wissing sagte: "Wir haben eine der höchsten 5G-Abdeckungen in Europa und können bald die letzten Funklöcher schließen." Millionen BĂŒrger nutzten heute wie selbstverstĂ€ndlich das E-Rezept und profitierten vom digitalen Deutschlandticket. Auch bei Zukunftsfeldern wie KĂŒnstlicher Intelligenz sei Deutschland international vorne dabei.

@ dpa.de