Familienministerin, Schulprojekt

Familienministerin bleibt bei Aus fĂŒr Schulprojekt gegen Judenhass

12.11.2023 - 22:20:28 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (GrĂŒne) hĂ€lt am Aus eines vielbeachteten Programms zur PrĂ€vention gegen Judenhass und Rassismus fest.

Lisa Paus am 09.11.2023 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Lisa Paus am 09.11.2023 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums bestĂ€tigte auf Anfrage am Sonntag, dass das Bundesprogramm "Respekt Coaches" trotz scharfer Kritik von SozialverbĂ€nden zum Jahresende auslaufen soll, wie der "Tagesspiegel" in seiner Montagausgabe berichtet. Durch die KĂŒrzungen stehen nun PrĂ€ventionskurse an rund 600 weiterfĂŒhrenden Schulen in ganz Deutschland auf dem Spiel.

Paus hatte ĂŒber das Projekt "Respekt Coaches" noch Anfang des Jahres im Deutschen Bundestag gesagt: "Solche Erfolgsstorys wollen wir weiterschreiben, und wir brauchen mehr davon." Inzwischen spricht das Ministerium der GrĂŒnen-Politikerin aber von einem "abgeschlossenen Modellprogramm". Das Ministerium setzt sich laut eines Sprechers jedoch "intensiv" fĂŒr ein "bestmögliches Aufsetzen auf die wertvollen Ergebnisse" des Projektes ein. Die KĂŒrzung wird mit den strengen Sparvorgaben erklĂ€rt, die fĂŒr die gesamte Bundesregierung gelten. Diese sollen der Schuldenbremse "und den besonderen Herausforderungen dieser Zeit Rechnung" tragen. Die SPD will das Projekt in den bis Donnerstag laufenden Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag noch retten: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Erik von Malottki sagte dem Tagesspiegel am Sonntag: "Die Folgen fĂŒr das gesellschaftliche Klima durch das antisemitische Massaker der Hamas am 7. Oktober sind jetzt an den Schulen spĂŒrbar und wir mĂŒssen darauf reagieren", sagte von Malottki dem "Tagesspiegel". "Mit dem Programm Respekt Coaches gewĂ€hrleisten wir effektive PrĂ€vention gegen Antisemitismus und Extremismus an unseren Schulen." Auch ein BĂŒndnis von SozialverbĂ€nden will die von Paus veranlassten KĂŒrzungen nicht hinnehmen. Im Gegenteil: Die Zahl der Ratsuchenden steige jĂ€hrlich. Dieses Jahr gehe man von deutlich ĂŒber zehn Prozent Wachstum der Anfragen gegenĂŒber dem Vorjahr aus. Deshalb brauche es kĂŒnftig mehr, nicht weniger Mittel fĂŒr Jugendmigrationsdienste wie die Respekt Coaches, heißt es in einem Positionspapier, das dem Tagesspiegel vorliegt. "Um die bestehenden Strukturen zu erhalten, werden mindestens 85 Millionen Euro benötigt", fordern in dem Schreiben an mehrere Bundestagsabgeordnete unter anderem die Arbeiterwohlfahrt sowie die VerbĂ€nde fĂŒr evangelische und katholische Jugendsozialarbeit. Der SPD-Politiker Erik von Malottki sagte dazu dem "Tagesspiegel": "Die Einstellung der Arbeit der Respekt Coaches ist fatal und muss verhindert werden." Bis zum Donnerstag gibt es dafĂŒr noch die Möglichkeit. Dann ist die sogenannte Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses geplant. Dort kommt es ĂŒblicherweise noch zu teils deutlichen VerĂ€nderungen am Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Das Bundesfamilienministerium hatte das 2018 ins Leben gerufene Programm 2022 und 2023 mit insgesamt 67 Millionen Euro finanziert.

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