Stark-Watzinger: Zivile und militÀrische Forschung stÀrker verzahnen
25.02.2024 - 14:03:48"Als Bundesforschungsministerin möchte ich zu einer verstÀrkten Kooperation zwischen ziviler und militÀrischer Forschung in geeigneten Bereichen ermutigen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Die MĂŒnchner Sicherheitskonferenz und auch die Expertenkommission Forschung und Innovation hĂ€tten deutlich gemacht, dass es an der Zeit sei, die strikte Trennung zwischen ziviler und militĂ€rischer Forschung in Deutschland zu hinterfragen und neu zu bewerten. "Dabei geht es darum, Synergien zu heben und unsere Innovationskraft zu stĂ€rken. Andere Wertepartner wie Israel und die USA machen es uns erfolgreich vor. Wir dĂŒrfen darauf nicht lĂ€nger verzichten", sagte Stark-Watzinger. "Ohnehin verschwimmen die Grenzen zwischen ziviler und militĂ€rischer Forschung mit zunehmendem technologischem Fortschritt immer stĂ€rker."
Die Expertenkommission Forschung und Innovation schreibt in ihrem Gutachten 2023 zu Forschung, Innovation und technologischer LeistungsfĂ€higkeit Deutschlands, die hier bestehende strikte Trennung von militĂ€rischer und ziviler Forschung fĂŒhre zu Parallelstrukturen und verhindere Synergien zwischen beiden Bereichen. Vor dem Hintergrund der Zeitenwende nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 empfiehlt die Expertenkommission der Bundesregierung, bei ihrer eigenen Förderung möglichst Synergien zwischen militĂ€rischer und ziviler Forschung in den Blick zu nehmen.
Zudem sollten die Akteure ihre Selbstverpflichtungen und Regulierungen, die auf eine strikte Trennung zwischen militĂ€rischer und ziviler Forschung abstellten, ĂŒberprĂŒfen, so die Expertenkommission. In Deutschland gelten fĂŒr viele Hochschulen sogenannte Zivilklauseln, die militĂ€rische Forschung oder die Einwerbung von entsprechenden Drittmitteln verbieten.
Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) leistet wissenschaftliche Politikberatung fĂŒr die Bundesregierung und legt jĂ€hrlich Gutachten vor. Das nĂ€chste Gutachten soll am Mittwoch an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ĂŒbergeben werden.

