Warken will private Pflegevorsorge steuerlich fördern
13.06.2026 - 09:55:53 | dts-nachrichtenagentur.de"Es muss attraktiver werden, zusĂ€tzlich eine private Pflegeversicherung abzuschlieĂen", sagte die Ministerin. DafĂŒr mĂŒsse es aus ihrer Sicht möglich sein, die gezahlten BeitrĂ€ge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. "Das mĂŒssen wir innerhalb der Bundesregierung besprechen."
Warken Ă€uĂerte sich im Zusammenhang mit ihrer geplanten Pflegereform. Es gehe nicht darum, die finanziellen Probleme der Pflegeversicherung auf StĂ€dte und Kommunen abzuwĂ€lzen. "Das Ziel ist es nicht, unsere finanziellen Nöte der Pflegeversicherung schlicht auf die Kommunen abzuwĂ€lzen", sagte sie. Deshalb enthalte der Gesetzentwurf auch MaĂnahmen, die entlastend wirkten. Aus ihrer Sicht mĂŒsse kĂŒnftig aber auch die private Vorsorge ein stĂ€rkerer Baustein der Pflegefinanzierung werden.
Hintergrund ist die wachsende FinanzierungslĂŒcke in der sozialen Pflegeversicherung. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt die tatsĂ€chlichen Kosten einer PflegebedĂŒrftigkeit hĂ€ufig nur teilweise ab. Vor allem bei stationĂ€rer Pflege mĂŒssen Betroffene und ihre Angehörigen oftmals erhebliche Eigenanteile tragen. ZusĂ€tzliche private Pflegeversicherungen sollen helfen, diese finanzielle LĂŒcke im Pflegefall zu schlieĂen.
Derzeit gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten, sich privat gegen Pflegekosten zusĂ€tzlich abzusichern. Dazu zĂ€hlen etwa klassische private Pflegezusatzversicherungen wie Pflegekosten-, Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherungen, die je nach Tarif im Pflegefall zusĂ€tzliche Leistungen erbringen. Diese Produkte sind freiwillig und werden individuell abgeschlossen. Je nach Anbieter und Leistungsumfang unterscheiden sich BeitrĂ€ge und Absicherungsniveau deutlich. Ziel ist es, die LĂŒcke zwischen den tatsĂ€chlichen Pflegekosten und den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung zu schlieĂen.
