Gesundheitsministerin, Nichtraucherschutz

Gesundheitsministerin will mehr öffentlichen Nichtraucherschutz

31.05.2025 - 01:00:00

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die LĂ€nder aufgefordert, den Nichtraucherschutz zu verbessern.

"Vapes und E-Zigaretten sind gefÀhrlicher als viele vermuten", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Der Bund habe Vapes und E-Zigaretten deswegen in den Nichtraucherschutz aufgenommen. "Dasselbe muss jetzt auch auf LÀnderebene passieren", forderte Warken anlÀsslich des Weltnichtrauchertags an diesem Samstag.

Die Aerosole enthielten gesundheitsschĂ€dliche Stoffe, hĂ€ufig seien sie der Einstieg in das Rauchen und die AbhĂ€ngigkeit. "Gerade um Kinder und Jugendliche zu schĂŒtzen, brauchen wir hier strengere Vorgaben." Deswegen sollten die BundeslĂ€nder ihre Nichtraucherschutzgesetze entsprechend ĂŒberarbeiten, so die Ministerin. Laut Bundesgesundheitsministerium hat der Bund die Benutzung von E-Zigaretten und Verdampfern bereits in die bestehende Rauchverbotsregelung im Bundesnichtraucherschutzgesetz einbezogen. Die ZustĂ€ndigkeit des Bundes fĂŒr den Nichtraucherschutz beschrĂ€nke sich jedoch auf Einrichtungen des Bundes sowie auf Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs und Personenbahnhöfe. FĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil der Regelungsbereiche, etwa GaststĂ€tten, Schulen, UniversitĂ€ten und KrankenhĂ€user seien dagegen die LĂ€nder verantwortlich. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) fordert bei der Ausweitung des Nichtraucherschutzes einen Blick ĂŒber die Landesgrenzen. "Ein Nichtraucherschutz, nach dem Vorbild Frankreichs, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch die EU empfiehlt ein Rauchverbot im Freien, etwa auf SpielplĂ€tzen", sagte DKG-GeneralsekretĂ€r Johannes Bruns den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. In Deutschland hinke man in Sachen Nichtraucherschutz noch hinterher. Bruns zufolge sind gerade Kinder und Schwangere eine besonders schĂŒtzenswerte Gruppe. "Das leider in der letzten Legislaturperiode gescheiterte Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Kindern oder Schwangeren wĂ€re in Deutschland daher sehr zu begrĂŒĂŸen", so der FunktionĂ€r weiter. Wichtig sei dabei, dass der Nichtraucherschutz auch fĂŒr neue Nikotinprodukte gelte, wie etwa Vapes. Die DKG verwies darauf, dass Raucher ein erhöhtes Risiko hĂ€tten, an Krebs zu erkranken. Das gelte auch fĂŒr das Passivrauchen. "Neben Lungenkrebs werden auch viele andere Krebsarten durch Rauchen begĂŒnstigt, wie etwa Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der BauchspeicheldrĂŒse, der Nieren, Harnblase, GebĂ€rmutter, Brust, des Knochenmarks und des Dickdarms", so Bruns weiter. Er wies auch auf ein höheres Risiko fĂŒr Herzkreislauferkrankungen und SchlaganfĂ€lle hin. In Deutschlands Nachbarland Frankreich sollen ab Juli schĂ€rfere Regel fĂŒr Raucher gelten. Das Rauchen an öffentlichen Orten, an denen sich auch Kinder aufhalten, also etwa fĂŒr StrĂ€nde, Parks, die Umgebung von Schulen, Bushaltestellen oder Sportanlagen, ist ab dann verboten.

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