Parteien

Dobrindt erwartet Hinwendung der AfD-Jugend zum Extremismus

30.11.2025 - 15:41:11 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet, dass die neue Jugendorganisation der AfD nicht weniger extremistisch ist als ihre VorgÀngerin oder die Mutterpartei.

Alexander Dobrindt am 27.11.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Meine persönliche EinschĂ€tzung: Die AfD ist eine extremistische Partei", sagte Dobrindt den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. "Mein Glaube daran, dass ihre Jugendorganisation sich im Positiven unterscheiden wird, geht gegen Null." Trotz des erheblichen Polizeiaufgebots in Gießen beim GrĂŒndungstreffen der neuen Organisation sieht Dobrindt keine ZustĂ€nde wie in den 30er-Jahren am Horizont.

"Die Polarisierung heute unterscheidet sich erheblich von der in den 1930er-Jahren. Die Bedrohung findet weniger auf der Straße statt, sie ist digital getrieben und dadurch reichweitenstĂ€rker und noch schneller emotionalisierend. Die Wirkmacht ist dadurch deutlich grĂ¶ĂŸer geworden", sagte der CSU-Politiker. Gleichzeitig warnte Dobrindt die Wirtschaft, sich der AfD anzunĂ€hern. "Die Wirtschaft muss sich darĂŒber im Klaren sein, dass ein Land, das zunehmend Polarisierung erfĂ€hrt, seine StabilitĂ€t und seine FĂ€higkeit zu internationalen Erfolgen nicht stĂ€rkt, sondern schwĂ€cht. Radikale Tendenzen fĂŒhren zu internationaler Isolierung und nicht zu Wachstum." Vergangene Woche hatte der Verband "Die Familienunternehmer" die Brandmauer zur AfD aufgehoben.

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