Faeser sieht mehr Gewaltbereitschaft bei Linksradikalen
07.03.2024 - 11:24:53 | dpa.deNach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Brandenburg plĂ€diert Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) fĂŒr ein hartes Durchgreifen gegen Linksextremisten.
«Es scheint ja ein mutmaĂlicher linksextremistischer Anschlag gewesen zu sein; das war ein schwerer Brandanschlag, der ja ganz, ganz viele Tausende, vor allem Haushalte auch vom Strom abgehĂ€ngt hat», sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur. Sie verurteile den Anschlag auch deshalb sehr scharf, weil er dazu gefĂŒhrt habe, dass in den Kliniken, in Arztpraxen der Strom ausgefallen sei, was lebensbedrohlich sein könne.
«Der Linksradikalismus wird hÀrter»
Faeser sagte in einem Videointerview: «Es ist, ehrlich gesagt, fĂŒr uns ein PhĂ€nomen, was wir in den letzten Jahren schon sehen, dass der Linksradikalismus hĂ€rter wird, gewaltbereiter und vor solchen Aktionen nicht zurĂŒckschreckt, und da muss jetzt hart gehandelt werden.» Die Staatsanwaltschaft mĂŒsse durchgreifen «und man muss empfindliche Strafen auch spĂŒren».
Die bislang unbekannten TĂ€ter hatten am Dienstag auf einem Feld Feuer an einem Strommast gelegt, der auch fĂŒr die Versorgung der Tesla-Fabrik zustĂ€ndig ist. Die Produktion in GrĂŒnheide bei Berlin wurde daraufhin gestoppt. Zehntausende Bewohner in der Region waren von dem Stromausfall ebenfalls betroffen. Tesla musste die Produktion der Autos vorerst stoppen. Ein Bekennerschreiben zu dem Anschlag wird von den Sicherheitsbehörden als authentisch eingeschĂ€tzt und dem linksextremistischen Spektrum zugeordnet.
Kritis-Dachgesetz fĂŒr mehr Vorsorge
Das Bundesinnenministerium habe schon vor lĂ€ngerer Zeit vor möglichen Angriffen auf die Energieversorgung und andere Elemente der sogenannten kritischen Infrastruktur gewarnt, betonte Faeser. Deswegen habe sich ihr Ministerium auch auf den Weg gemacht, ein Kritis-Dachgesetz aufzulegen. Der Gesetzentwurf, der in den nĂ€chsten Wochen im Kabinett beraten werde, solle auch die Betreiber von kritischer Infrastruktur verpflichten, mehr fĂŒr die Vorsorge zu tun.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

