Deutlich mehr Straftaten - Faeser will hart durchgreifen
09.04.2024 - 11:13:17Das bedeute konkret schnelle Verfahren sowie spĂŒrbare Strafen. "AuslĂ€ndische TĂ€ter mĂŒssen Deutschland deutlich schneller verlassen. Die von uns geschaffenen strengen Abschieberegeln gilt es jetzt durchzusetzen." Die Details zu der Kriminalstatistik waren bereits seit Tagen bekannt. So wurden 2023 bundesweit rund 5,94 Millionen Straftaten registriert, was einer Steigerung um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die GewaltkriminalitĂ€t stieg um 8,6 Prozent auf 214.099 FĂ€lle an. Die AufklĂ€rungsquote lag bei 58,4 Prozent und legte damit um 1,1 Prozentpunkte gegenĂŒber dem Vorjahr zu. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der TatverdĂ€chtigen (um 7,3 Prozent auf 2.246.767). Insbesondere die Zahl der nichtdeutschen TatverdĂ€chtigen hat mit einer Zunahme von 13,5 Prozent (ohne auslĂ€nderrechtliche VerstöĂe) deutlich zugenommen. Im Vergleich zu allen TatverdĂ€chtigen fĂ€llt auch bei Kindern und Jugendlichen der Anstieg mit 12,0 Prozent mehr tatverdĂ€chtigen Kindern und 9,5 Prozent mehr tatverdĂ€chtigen Jugendlichen deutlicher aus als in anderen Altersgruppen. "Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt fĂŒr das Jahr 2023 in vielen Bereichen einen Anstieg der Fall- und TatverdĂ€chtigenzahlen", sagte der PrĂ€sident des Bundeskriminalamts, Holger MĂŒnch. Es gebe Delikte, bei denen das Fallzahlniveau aus den Jahren vor der Corona-Pandemie nicht ĂŒberschritten wird, z.B. beim Wohnungseinbruchsdiebstahl. In anderen KriminalitĂ€tsbereichen, beispielsweise beim Ladendiebstahl und der GewaltkriminalitĂ€t, sei der Anstieg dagegen nicht nur mit einem "Ausgleich der pandemiebedingten RĂŒckgĂ€nge wĂ€hrend der Corona-EinschrĂ€nkungen" zu erklĂ€ren, sondern zusĂ€tzlich auf "weitere kriminogene Faktoren" zurĂŒckzufĂŒhren. Zu nennen seien hier die wirtschaftliche Entwicklung, die gestiegene Migration und eine höhere MobilitĂ€t, so MĂŒnch. "Insbesondere die Entwicklungen der Gewalt- und JugendkriminalitĂ€t werden wir weiter beobachten und analysieren, um gegebenenfalls BekĂ€mpfungs- und PrĂ€ventionsansĂ€tze nachzujustieren."


