Asyl, Faeser

Faeser weist Forderungen nach stationĂ€ren Grenzkontrollen zurĂŒck

10.06.2023 - 15:56:19 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat Forderungen von Landesinnenministern der Union nach stationÀren Grenzkontrollen eine klare Absage erteilt.

Grenze Polen-Deutschland an der Oder - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Grenze Polen-Deutschland an der Oder - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Ich will das HerzstĂŒck der EuropĂ€ischen Union - offene Grenzen im Inneren - verteidigen. SchlagbĂ€ume wieder hochzuziehen, wĂŒrde uns um Jahrzehnte zurĂŒckwerfen", sagte Faeser der "Bild am Sonntag".

"Unserer Wirtschaft, den vielen Pendlern und Familien dies- und jenseits der Grenzen zu unseren Nachbarstaaten wĂŒrde das massiv schaden." Faeser verteidigte zugleich die geplante Reform der europĂ€ischen Asylregeln gegen Kritik: "Dies ist ein nie zuvor erreichter Kompromiss." Man habe eine tiefe Spaltung Europas ĂŒberwunden, so die SPD-Politikerin. "Wir kontrollieren die Außengrenzen, damit die Grenzen innerhalb Europas offen bleiben können. Dabei ist klar: Wir schĂŒtzen weiterhin die Menschen, die aus furchtbaren Kriegen, vor Folter und Mord zu uns fliehen." Diese Verantwortung verteilt sich ihrer EinschĂ€tzung nach kĂŒnftig auf mehr Schultern. "Das wird auch zu einer Entlastung Deutschlands fĂŒhren." Zu einer europĂ€ischen Lösung habe es keine Alternative gegeben, so Faeser weiter. Menschenrechtsorganisationen hatten in den vergangenen Tagen kritisiert, dass durch die Einigung ZustĂ€nde wie im Lager von Moria zum neuen Standard wĂŒrden. Faeser widersprach dem: "Nicht zu handeln, wĂŒrde bedeuten, das Elend an den Außengrenzen und das Sterben auf dem Mittelmeer weiter zuzulassen." Bis die neuen Regeln greifen, handle man zusĂ€tzlich national. "Wir haben die Maßnahmen im Grenzschutz deutlich verstĂ€rkt, um unerlaubte Einreisen zu unterbinden." Verabschiedet werden soll die Reform des Asyl-Systems bis zum FrĂŒhjahr kommenden Jahres, so Faeser. "Wir machen Druck: Wir wollen einen Abschluss des gemeinsamen EU-Asylsystems vor der Europawahl im nĂ€chsten Jahr." Die Europawahl soll vom 6. bis 9. Juni 2024 stattfinden.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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