Merz, Costa

Merz und Costa beraten ĂŒber Verteidigung und WettbewerbsfĂ€higkeit

10.09.2025 - 20:54:49

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Mittwochabend den PrĂ€sidenten des EuropĂ€ischen Rates, AntĂłnio Costa, in Berlin empfangen, um ĂŒber die StĂ€rkung der VerteidigungsfĂ€higkeit und der WettbewerbsfĂ€higkeit Europas zu beraten.

"Ich möchte die EuropĂ€ische Union ermutigen und ermuntern, die beiden Berichte, die jetzt vorliegen, - ein Bericht ĂŒber die Vertiefung des europĂ€ischen Binnenmarktes von Enrico Letta, dem frĂŒheren italienischen MinisterprĂ€sidenten, und den Bericht zur StĂ€rkung der europĂ€ischen WettbewerbsfĂ€higkeit des frĂŒheren EZB-PrĂ€sidenten und auch italienischen MinisterprĂ€sidenten Mario Draghi - sehr ernst zu nehmen und auch zur Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit um die StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit der EuropĂ€ischen Union zu machen", sagte Merz bei einem Pressestatement mit Costa. Zudem mĂŒsse man ĂŒber den mehrjĂ€hrigen Finanzrahmen der EuropĂ€ischen Union sprechen. "Die EU-Kommission hat dazu einen umfangreichen Vorschlag unterbreitet. Das wird ein Thema fĂŒr die nĂ€chsten anderthalb bis zwei Jahre sein", so Merz.

Das Treffen mit Costa solle nun das informelle Treffen am 1. Oktober in Kopenhagen und das regulĂ€re Treffen Ende Oktober in BrĂŒssel vorbereiten. Der Kanzler Ă€ußerte sich darĂŒber hinaus ĂŒber den Angriff Israels auf Hamas-Mitglieder in Katar. Er sei sich mit Costa einig, dass Katar in den VermittlungsbemĂŒhungen um einen Waffenstillstand in Gaza bisher einen sehr wichtigen Beitrag geleistet habe. "Wir wollen alle Einstellungen darauf richten, diesen Waffenstillstand jetzt auch schnell zu erreichen und wir sind deshalb auch im GesprĂ€ch mit vielen Beteiligten in der Region." Merz verurteilte außerdem die Verletzung des polnischen Luftraums als "völlig inakzeptabel". Russland habe in Polen Menschenleben ernsthaft gefĂ€hrdet. "Dieses vollkommen rĂŒcksichtslose Vorgehen der russischen Regierung reiht sich ein in eine ganz lange Kette von Provokationen, die wir seit Monaten im Ostseeraum und an der Ostflanke insgesamt der Nato sehen. Die Bundesregierung verurteilt dieses aggressive Verhalten Russlands auf das SchĂ€rfste", sagte der Kanzler. "Es ist vor diesem Hintergrund gut, dass Polen zusammen mit einigen Nato-VerbĂŒndeten diese Gefahr rechtzeitig erkennen und ausrĂ€umen konnte."

@ dts-nachrichtenagentur.de