Russland, Ukraine

Merz will nicht mit Putin verhandeln: Er will bombardieren

06.10.2025 - 21:34:10

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat erneut scharfe Kritik an Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin geĂŒbt und Verhandlungen derzeit eine klare Absage erteilt.

"Im Augenblick will der russische PrÀsident nicht verhandeln, er will bombardieren", sagte Merz in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". Putin halte Verabredungen nicht ein, so der Kanzler. "Trump hat [...] mit Putin telefoniert und eine Verabredung getroffen, dass spÀtestens zwei Wochen spÀter ein Treffen mit Selenskyj stattfindet. [...] Und Putin hat sich an diese Verabredung nicht gehalten." Ein persönliches GesprÀch mit Putin lehnt Merz derzeit ab.

"Ich sehe nur, dass im Augenblick jeder Versuch, mit ihm zu sprechen, in noch hĂ€rteren Angriffen auf die Ukraine endet." Als Beispiel nannte er eine Auseinandersetzung, die er mit Ungarns Premier Viktor OrbĂĄn hatte. Dieser hatte Merz vorgeworfen nicht mit Putin selbst zu verhandeln. Merz entgegnete darauf, dass Orbans GesprĂ€ch mit Putin nichts genĂŒtzt hĂ€tte. "Die Antwort von Putin war die Bombardierung eines Kinderkrankenhauses in Kiew. Und das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte." Dennoch zeigte sich der Kanzler in der Sendung ĂŒberzeugt: "Ich glaube, dass es einen Tag geben wird, an dem Putin zu GesprĂ€chen bereit sein wird." Zur Rolle Russlands sagte Merz: "Russland ist zumindest ein harter Gegner und ein Feind unserer politischen Ordnung." Die gezielte russische Propaganda gegen ihn und andere westliche Politiker sei Teil eines umfassenden Informationskriegs: "Das ist Teil des Propagandakrieges Russlands gegen uns alle, nicht nur gegen mich persönlich", so Merz. "Ich nehme das als eine gemeinsame Herausforderung fĂŒr unser Land an. Ich habe die Verantwortung, als Regierungschef in diesem Land auch politische Entscheidungen zu treffen, die uns vor diesen Gefahren schĂŒtzen."

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Angriffspause fĂŒr das kalte Kiew? Kreml folgt Trumps Bitte. Bis dahin verspricht Moskau, die ukrainischen StĂ€dte nicht anzugreifen - aber nur solange. Die Ukraine und Russland sprechen am Sonntag wieder ĂŒber Auswege aus dem seit vier Jahren tobenden Krieg. (Ausland, 30.01.2026 - 16:31) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-PrÀsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. (Boerse, 30.01.2026 - 13:51) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu. Der Kreml stimmt zu - aber nur bis zu einer nĂ€chsten Runde von Verhandlungen. Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische StĂ€dte fĂŒr ein paar Tage nicht anzugreifen. (Ausland, 30.01.2026 - 13:45) weiterlesen...

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe Russland will sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von US-PrÀsident Donald Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. (Boerse, 30.01.2026 - 12:00) weiterlesen...

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe. Doch die Antwort aus Moskau bleibt vage. Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische StĂ€dte fĂŒr ein paar Tage nicht anzugreifen. (Ausland, 30.01.2026 - 11:50) weiterlesen...

Selenskyj nach Trumps AnkĂŒndigung einer Waffenruhe skeptisch Darf die Ukraine zumindest auf eine begrenzte und zeitlich befristete Waffenruhe hoffen? US-PrĂ€sident Trump sagt ja, der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj will zunĂ€chst abwarten. (Ausland, 30.01.2026 - 04:50) weiterlesen...